Islam-Fanatiker, Flugverbot

Flydubai-Copilot – jetzt kommt alles über ihn ans Licht

Immer mehr Details über den mutmaßlichen Angreifer von Flug FZ1073 werden bekannt. Der 29-jährige Copilot soll bereits mehrfach aufgefallen sein.
Newsdesk Heute
03.10.2026, 08:58
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Nach der dramatischen Attacke im Cockpit eines Flydubai-Fluges nach Tel Aviv rückt die Vergangenheit des mutmaßlichen Angreifers immer stärker in den Fokus. Der 29-jährige Hamam al-Hammami aus dem Oman soll bereits 2024 bei seinem damaligen Arbeitgeber Oman Air wegen Sicherheitsbedenken aufgefallen sein.

Extremistische Materialien

Wie "ABC News" unter Berufung auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsvertreter berichtet, wurden bei dem damaligen Copiloten-Auszubildenden extremistische Materialien entdeckt. Daraufhin sei er für ein Jahr vom Flugbetrieb ausgeschlossen worden. Für die Fluggesellschaft durfte er allerdings weiterhin in einer Verwaltungsfunktion arbeiten.

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Schon früher Flugverbot

Auch das "Wall Street Journal" berichtet, dass al-Hammami im Oman wegen Bedenken hinsichtlich radikaler Ansichten nicht mehr fliegen durfte. Wie diese Informationen später bei seiner Einstellung durch Flydubai berücksichtigt wurden – oder ob sie überhaupt weitergegeben wurden –, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Besonders brisant: Trotz seiner Vorgeschichte saß der 29-Jährige am Mittwoch als Erster Offizier im Cockpit einer Maschine auf dem politisch höchst sensiblen Flug von Dubai nach Tel Aviv. Ermittler versuchen nun zu klären, wie er nach den früheren Sicherheitsbedenken wieder eine Flugerlaubnis erhalten konnte.

Al-Qaida-Bilder auf Social-Media

Auch die Online-Aktivitäten des Copiloten werfen neue Fragen auf. Laut CNN wurden auf einem inzwischen gelöschten LinkedIn-Profil, das al-Hammami zugeordnet wird, nur wenige Stunden nach dem Vorfall zwei Beiträge veröffentlicht.

Eines der Videos soll Aufnahmen aus Cockpits sowie Maschinen israelischer Fluggesellschaften gezeigt haben. Am Ende seien Bilder von Ayman al-Zawahiri, dem früheren Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida, sowie von Humam Khalil Abu-Mulal al-Balawi zu sehen gewesen. Al-Balawi hatte 2009 bei einem Selbstmordanschlag auf einen CIA-Stützpunkt in Afghanistan neun Menschen getötet.

Wer die Beiträge tatsächlich veröffentlicht hat und ob diese möglicherweise bereits vor der Attacke zur Veröffentlichung eingeplant worden waren, ist weiterhin unklar.

Terroristischer Hintergrund?

Der Verdacht gegen den 29-Jährigen wiegt schwer. Laut US-Medien befindet sich al-Hammami inzwischen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und soll mit den Ermittlern kooperieren. Die Behörden untersuchen insbesondere, ob die Attacke einen terroristischen Hintergrund hatte und ob der Copilot möglicherweise Verbindungen zu extremistischen Gruppen unterhielt.

Israels Regierung stuft den Vorfall bereits als jihadistisch motivierten Terrorangriff ein. Auch hochrangige Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten die Attacke inzwischen als Terrorismus. Eine abschließende Klärung von Motiv, möglicher Planung und etwaigen Hintermännern steht allerdings noch aus.

red,03.10.2026, 08:58