Nach dem dramatischen Zwischenfall auf einem Flydubai-Flug nach Israel meldet sich David Roet, der israelische Botschafter in Österreich. Er würdigt die israelischen Passagiere, den indischen Kapitän und die Besatzung der Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
"Die israelischen Passagiere haben außergewöhnlichen Mut und Eigeninitiative bewiesen. Gemeinsam mit dem verwundeten Kapitän und der Besatzung standen Bürger verschiedener Nationalitäten Schulter an Schulter und retteten Leben", sagt Roet.
Dem verletzten Kapitän wünscht der Botschafter eine vollständige und schnelle Genesung.
Hintergrund ist ein dramatischer Zwischenfall an Bord eines Flydubai-Fluges von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel. In der Maschine befanden sich 174 Passagiere.
Nach Schilderungen eines Passagiers soll der Co-Pilot den Piloten mit einem Messer schwer verletzt haben. Der Kapitän konnte demnach noch die Cockpittür öffnen.
Der israelische Passagier Yaniv Hayoun griff daraufhin ein. Er überwältigte den Co-Piloten und zog ihn aus dem Cockpit. Doch die Maschine befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem starken Sinkflug.
Hayoun ging deshalb erneut ins Cockpit und griff selbst ans Steuerhorn. Nach seiner Schilderung stabilisierte sich die Maschine wieder. Anschließend übernahmen zwei weitere Piloten, die sich in der Kabine befanden.
Der Kapitän und der erste Offizier wurden nach der Landung verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen.
Für Roet hat der Zwischenfall auch eine persönliche Aktualität. Erst einen Tag vor dem Angriff war er aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgekehrt. Dort hatte er am Kongress der Vereinten Nationen für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege in Abu Dhabi teilgenommen.
Der Botschafter lobte nach dem Vorfall die Professionalität und Gastfreundschaft der Gastgeber in den Emiraten sowie die Zusammenarbeit zwischen Israel und den VAE.
"Dieser Anschlag wird uns nicht davon abhalten, den im Abraham-Abkommen verankerten Frieden voranzutreiben. Unabhängig von unserer politischen Ausrichtung, wo auch immer der Terrorismus zuschlägt und wer auch immer seine Opfer sind - wir müssen ihn gemeinsam bekämpfen", sagt Roet.