"Besonders belastend"

Viele Jobs wackeln! Erste Kündigungen am Flughafen Wien

Wenige Wochen vor dem Wechsel des Bodenabfertigers am Flughafen Wien gibt es erste Kündigungen bei AAS. Für Beschäftigte bleibt die Zukunft offen.
André Wilding
01.10.2026, 07:51
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Für Beschäftigte des Bodenabfertigers Airline Assistance Switzerland (AAS) am Flughafen Wien wird die Zeit knapp. Am 25. Oktober soll Joint Sky Services die Abfertigung übernehmen. Doch eine verbindliche schriftliche Zusage zur Übernahme der AAS-Belegschaft gibt es laut den vorliegenden Informationen weiterhin nicht.

AAS hat laut dem Luftfahrtmagazin "Austrian Wings" deshalb bereits mit Kündigungen begonnen. Sowohl die Betriebsratsvorsitzende als auch AAS-Chef Dieter R. Streuli bestätigten, dass erste Beschäftigte betroffen sind.

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Kündigungen wegen Fristen

Streuli betont gegenüber dem Luftfahrtmagazin, dass ihm der Erhalt der Arbeitsplätze wichtig sei. Die bereits erfolgten Kündigungen seien notwendig gewesen, um "arbeitsrechtliche Fristen" einzuhalten.

Die Unsicherheit beschäftigt die Belegschaft bereits seit Monaten. Ende August hatte AAS vorsorglich alle Beschäftigten beim AMS zur Kündigung angemeldet, weil weiterhin keine rechtsverbindliche schriftliche Zusage von Joint Sky Services vorlag.

Joint Sky Services hatte zuvor angekündigt, dass "geplant" sei, die Mitarbeiter von AAS "zu übernehmen", heißt es in dem Bericht weiter.

Hoffnung auf Lösung

Anfang September sah es zunächst nach einer Lösung aus. Joint Sky Services kündigte an, AAS als Subunternehmer einzusetzen. Dadurch sollten die meisten Arbeitsplätze erhalten bleiben.

"Damit bleibt für die Passagemitarbeiter der AAS alles wie gehabt", hieß es damals von Joint Sky Services gegenüber "Austrian Wings". Das Unternehmen wollte damit "einen friktionslosen Übergang der Rampendienstleistungen auf uns sicherstellen" und die AAS-Mitarbeiter "mit allen Rechten und Vordienstzeiten" übernehmen.

Doch laut den nun vorliegenden Angaben warten die Beschäftigten weiterhin auf eine verbindliche schriftliche Zusage.

Betriebsrat fordert Klarheit

Die Betriebsratsvorsitzende beschreibt die Situation für die Beschäftigten gegenüber "Austrian Wings" als belastend: "Besonders belastend ist für die Belegschaft, dass bis zum bevorstehenden Wechsel mittlerweile weniger als ein Monat verbleibt und viele Mitarbeiter nach wie vor nicht wissen, ob und unter welchen Bedingungen es für sie weitergehen wird."

Besonders kritisch sieht die Personalvertretung die Diskrepanz zwischen den bisherigen Ankündigungen und der weiterhin offenen rechtlichen Situation.

"Für uns als Betriebsrat ist insbesondere problematisch, dass einerseits öffentlich von einer Übernahme von Mitarbeitern gesprochen wird, andererseits bislang keine verbindliche Klarheit darüber besteht, in welcher Form und zu welchen rechtlichen Bedingungen eine solche Übernahme tatsächlich erfolgen soll. Auch die Frage eines möglichen Betriebs- beziehungsweise Teilbetriebsübergangs ist aus unserer Sicht weiterhin nicht abschließend geklärt", heißt es in dem Bericht des Luftfahrtmagazins weiter.

Arbeitsplätze sollen gesichert werden

Das "Hauptaugenmerk" des Betriebsrats liege nun darauf, "die bestehenden Rechte und Ansprüche unserer Kollegen bestmöglich zu sichern und dafür Sorge zu tragen, dass in dieser weiterhin ungeklärten Situation keine Entscheidungen zulasten der Beschäftigten getroffen werden."

Bei früheren Wechseln der Bodenabfertiger am Flughafen Wien erfolgte die Übernahme der Belegschaft den vorliegenden Informationen zufolge ohne vergleichbare Probleme. Beschäftigte von Austroport wechselten großteils zu Fraport, anschließend wurde die Fraport-Belegschaft im Wesentlichen von Celebi und später die Celebi-Belegschaft von AAS übernommen, berichtet "Austrian Wings".

Am 25. Oktober soll Joint Sky Services die Abfertigung von AAS übernehmen. Für zahlreiche Beschäftigte ist wenige Wochen davor weiterhin offen, ob und unter welchen Bedingungen sie danach einen Arbeitsplatz haben.

wil,01.10.2026, 07:51