Co-Pilot "hasste Israelis"

Attacke mit Axt! Schock-Details zu Flugzeug-Drama

Nach dem Angriff im Cockpit einer Flydubai-Maschine werden neue Details bekannt. Pilot Smit Machchhar soll mit einer Axt attackiert worden sein.
André Wilding
01.10.2026, 10:50
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Nach dem dramatischen Zwischenfall an Bord einer Flydubai-Maschine auf dem Weg nach Israel rückt der schwer verletzte Pilot Smit Machchhar in den Mittelpunkt. Der Inder soll im Cockpit von seinem Co-Piloten attackiert worden sein. Als mögliche Tatwaffe steht nun eine Axt im Raum.

Machchhar musste nach dem Vorfall operiert werden. Nach Angaben indischer Behörden soll sich der Pilot mittlerweile in einem stabilen Zustand befinden.

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Netanjahu würdigt verletzten Piloten

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte nach dem Vorfall, Machchhar habe "ein Desaster wie am 11. September verhindert".

Netanjahu bezeichnete den Piloten als Helden: "Er ist ein wahrer Held", denn er habe sich "trotz schwerer Verletzungen gewehrt, Widerstand geleistet und die Cockpittür geöffnet".

Dadurch habe Machchhar ermöglicht, dass "Passagiere und weitere Crewmitglieder den Angreifer überwältigen können". Netanjahu wünschte ihm "eine schnelle und vollständige Genesung".

Axt könnte Tatwaffe gewesen sein

In einem Interview erklärte Netanjahu, dass er den genauen Hintergrund des Co-Piloten nicht kenne, "aber er hasste Israelis ganz offensichtlich".

Der israelische Premier brachte dabei eine Axt als mögliche Tatwaffe ins Spiel. Auch erste Ermittlungen sollen darauf hindeuten, dass Machchhar mit diesem Werkzeug angegriffen wurde.

Eine Notfallaxt gehört zur Sicherheitsausrüstung im Cockpit eines Passagierflugzeugs. Sie kann bei einem Unglück unter anderem dazu verwendet werden, Fenster einzuschlagen oder Paneele zu öffnen, um an einen Brandherd zu gelangen.

Nach dem Angriff lag Machchhar blutüberströmt am Boden. Nach der Landung wurde er in ein Krankenhaus in Tabuk in Saudi-Arabien gebracht und operiert.

Mehr als 9.750 Flugstunden

Machchhar wuchs in Mumbai in Indien auf. Seine Karriere als Pilot begann er 2011 bei der indischen Fluggesellschaft SpiceJet, später wechselte er zu Flydubai.

Laut seinem LinkedIn-Profil verfügt er über mehr als 9.750 Flugstunden. Mehr als 6.400 davon absolvierte er als verantwortlicher Pilot.

In einem Podcast hatte Machchhar im vergangenen Jahr erzählt, dass die Luftfahrt "nie ein Kindheitstraum" gewesen sei. Ursprünglich hatte er ein Managementstudium begonnen und wollte im Familienunternehmen arbeiten. Nach einem Luftfahrtseminar habe es ihn jedoch gepackt.

In seiner bisherigen Karriere erlebte er bereits außergewöhnliche Situationen. So habe er gemeinsam mit weiteren Besatzungsmitgliedern einer Passagierin geholfen, deren vorzeitige Wehen eingesetzt hatten, ihr Kind zur Welt zu bringen.

Verdächtiger in Haft

Der mutmaßliche Angreifer ist Staatsbürger des Oman und befindet sich in Saudi-Arabien in Haft. Dort wird er verhört. Sein Motiv ist weiterhin unklar.

Israels Verkehrsministerin Miriam Regev erklärte, der Mann hätte auf einem Flug nach Israel gar nicht eingesetzt werden dürfen. Ein Luftfahrtabkommen verbiete demnach den Einsatz von Piloten aus Staaten, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält.

Passagiere sollen ausgezeichnet werden

Auch jene Passagiere, die nach dem Angriff ins Cockpit gelangten und dabei halfen, den Angreifer außer Gefecht zu setzen, sollen ausgezeichnet werden.

Israels Präsident Isaac Herzog erklärte, er habe mit den vier Männern gesprochen und ihnen "seine tiefe Anerkennung für ihren Einfallsreichtum, ihren Mut und ihre gegenseitige Verantwortung in Momenten höchster Gefahr" ausgesprochen.

Für ihren Einsatz sollen die vier Passagiere eine Auszeichnung für zivilen Heldenmut erhalten.

wil,Akt. 01.10.2026, 10:51, 01.10.2026, 10:50
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