Erinnerung an 11. September

Co-Pilot sticht Kapitän nieder: Terror-Plan galt Israel

Blut im Cockpit, ein verletzter Pilot und ein dramatischer Sinkflug: In Israel erhärtet sich laut Medienberichten der Terrorverdacht.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 12:00
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Das Drama um flydubai-Flug FZ1073 nimmt eine neue, brisante Wendung. Nach der Notlandung der Boeing 737 MAX 8 in Saudi-Arabien wächst in Israel laut Channel 12 und Ynet der Verdacht, dass hinter der Attacke im Cockpit ein versuchter Terroranschlag stecken könnte.

Ein israelischer Spitzenbeamter erklärt gegenüber N12: "Ein Pilot stach auf den anderen ein und versuchte, einen Anschlag wie am 11. September zu verüben – entweder das Flugzeug zu entführen oder zum Absturz zu bringen."

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Bewiesen ist das bisher nicht. Israelische Medien berichten jedoch von intensiven Beratungen über die Hintergründe des Zwischenfalls. Neben einem möglichen terroristischen Motiv werde weiterhin auch ein psychischer Ausnahmezustand ohne politischen Hintergrund geprüft.

Die zuständigen Behörden in Israel, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben bisher keine abschließende Erklärung zum Motiv veröffentlicht.

"Wir sahen Blut"

Wie dramatisch die Situation an Bord gewesen sein dürfte, zeigen inzwischen Berichte von Passagieren. Eine Frau schilderte Channel 12 per Textnachricht, dass plötzlich Schreie zu hören gewesen seien. Als sich die Cockpittür öffnete, habe sie Blut gesehen.

Nach ihrer Darstellung war ein Pilot mit einem Taschenmesser niedergestochen worden. Mitglieder der Crew und israelische Passagiere hätten anschließend geholfen, den mutmaßlichen Angreifer unter Kontrolle zu bringen.

Die Todesangst unter den Passagieren war offenbar enorm. "Wir beteten 'Shema Yisrael'", berichtete die Frau. Zeitweise hätten die Menschen geglaubt, sie würden das Flugzeug nicht mehr lebend verlassen.

"Es begann schnell zu sinken"

Eine weitere Passagierin namens Noam berichtete Channel 12 von Schreien in der Kabine, nachdem die Reisenden bemerkt hätten, dass etwas nicht stimmte. Nach Informationen der Passagiere sei einer der Piloten schwer verletzt worden. Danach habe die Maschine plötzlich stark an Höhe verloren. "Es begann schnell zu sinken. Es war sehr beängstigend", schilderte Noam die Situation.

Flugdaten zeigen tatsächlich einen ungewöhnlich starken Sinkflug während des Zwischenfalls. Die Maschine setzte zunächst den allgemeinen Notfallcode 7700 ab. Wenig später erschien auch der Code 7500 - das internationale Signal für einen unrechtmäßigen Eingriff an Bord, etwa eine Entführung.

In Israel löste das sofort Alarm aus. Kampfflugzeuge wurden in Bereitschaft versetzt beziehungsweise gestartet, während Sicherheitsvertreter versuchten herauszufinden, was an Bord der Boeing passierte.

Co-Pilot unter Terrorverdacht

Besonders brisant sind nun Berichte über die beiden Männer im Cockpit.

Unbestätigten israelischen Medienberichten zufolge soll der Co-Pilot aus dem Oman stammen. Er soll den Kapitän, der demnach Emirati sein soll, mit einem Messer attackiert haben. Anschließend soll er versucht haben, die Maschine zum Absturz zu bringen.

Diese Angaben sind bisher nicht offiziell bestätigt. Sie widersprechen zudem frühen Meldungen, wonach ein Russe und ein Ukrainer im Cockpit gesessen hätten. Die ersten Angaben zu den Nationalitäten gelten damit als äußerst unsicher.

Terroranschlag auf Israel geplant?

Genau dieser Punkt beschäftigt nun offenbar die israelischen Sicherheitsbehörden. Channel 12 und Ynet berichten, dass sich die Einschätzung in Israel zunehmend in Richtung eines versuchten Terroranschlags bewege. Damit steht eine besonders dramatische Frage im Raum: Wollte der mutmaßliche Angreifer die voll besetzte Boeing gezielt zum Absturz bringen?

Eine noch weitergehende Behauptung, wonach das Flugzeug gezielt in Israel zum Absturz gebracht werden sollte, ist derzeit nicht ausreichend bestätigt. Auch für ein konkretes Anschlagsziel am Boden gibt es bisher keine gesicherten Angaben.

Die Ermittler müssen deshalb klären, ob hinter der Messerattacke tatsächlich ein terroristisches Motiv steckte oder ob der Zwischenfall andere Ursachen hatte.

Passagiere überwältigten Angreifer

Fest steht: Der mutmaßliche Angreifer konnte unter Kontrolle gebracht werden. Passagiere berichten, dass auch Israelis an Bord gemeinsam mit Besatzungsmitgliedern eingegriffen hätten.

Die Boeing stabilisierte sich schließlich und wurde nach Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet. Dort landete sie sicher. flydubai bestätigte einen Zwischenfall während des Fluges und erklärte, dass sämtliche Passagiere sicher seien. Die Airline arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen.

red,Akt. 30.09.2026, 12:24, 30.09.2026, 12:00