Mitten im Flug nach Tel Aviv verliert eine Boeing 737 Max plötzlich Tausende Meter an Höhe. Kurz darauf setzt die Maschine einen Notruf ab. Was sich zu diesem Zeitpunkt im Cockpit abspielen soll, ist dramatisch: Der Co-Pilot soll den Chefpiloten mit einem Messer angegriffen und versucht haben, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen und die Maschine zum Absturz zu bringen.
Um 7.05 Uhr Ortszeit hebt Flydubai-Flug Z 1073 in Dubai in Richtung Tel Aviv ab. Laut israelischen Medienberichten befinden sich 174 Menschen an Bord, darunter 27 Kinder. Zunächst verläuft der Flug ohne Auffälligkeiten.
Gut zwei Stunden nach dem Start ändert sich die Lage schlagartig. Tracker-Daten zufolge verliert die Boeing ab 9.21 Uhr stark an Höhe. Von ursprünglich 34.000 Fuß, rund 10.300 Metern, sinkt sie zwischenzeitlich auf 16.600 Fuß, etwa 5.300 Meter.
Zur selben Zeit soll es im Cockpit zum Angriff gekommen sein. Der Co-Pilot soll versucht haben, die Kontrolle über das Flugzeug zu erlangen und dabei mit einem Messer auf den Piloten eingestochen haben. Passagiere berichten von Schreien.
Zehn Minuten später setzt die Besatzung den allgemeinen Notruf-Code 7700 ab. Ein zweites Piloten-Team, das sich ebenfalls an Bord befindet, soll daraufhin die Cockpittür aufgebrochen haben. Den Piloten gelingt es demnach, den Co-Piloten zu überwältigen. Augenzeugen berichten später von Blut im Cockpit.
Um 9.38 Uhr folgt das nächste Alarmsignal: Die Maschine sendet den Code 7500 – den Notruf-Code für eine Entführung.
Dann verliert sich vorübergehend die Spur der Boeing. Um 10.11 Uhr meldet Flightradar24, dass Flug Z 1073 keine Tracking-Daten mehr übermittelt. 17 Minuten lang ist die Maschine dort nicht mehr zu verfolgen.
Um 10.28 Uhr sendet das Flugzeug erneut den allgemeinen Notruf-Code 7700. Eine halbe Stunde später endet der dramatische Flug schließlich: Um 10.58 Uhr landet die Boeing auf der King Faisal Air Base in Tabuk in Saudi-Arabien.
Die Passagiere blieben laut übereinstimmenden Medienberichten unverletzt. Bei dem verdächtigen Co-Piloten soll es sich um einen omanischen Staatsbürger handeln. Er wird derzeit von israelischen Behörden vernommen. Diese gehen von einem wahrscheinlichen versuchten Terroranschlag aus.
Die israelischen Behörden prüfen den Vorfall weiter. Gleichzeitig arbeitet die Regierung daran, die Passagiere sicher an ihre jeweiligen Ziele zu bringen.