200 Menschen in Quarantäne

Laborunfall in Russland – Frau (28) stirbt an der Pest

Eine 28-jährige Labortechnikerin ist in Russland an der Pest gestorben. Zuvor soll ihr ein Reagenzglas mit dem Erreger zerbrochen sein.
Michael Rauhofer-Redl
03.10.2026, 08:58
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Eine 28-jährige Labortechnikerin ist in Russland an der Pest gestorben. Zuvor soll ihr ein Reagenzglas mit dem Erreger zerbrochen sein.

Ein mutmaßlicher Laborunfall mit tödlichen Folgen sorgt derzeit in Russland für Aufsehen. In der ostsibirischen Region Irkutsk ist eine junge Frau nach einer Pesterkrankung gestorben. Bei der Toten soll es sich um die 28-jährige Labortechnikerin Daria Tschipilowa handeln.

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Wie "ntv" berichtet, arbeitete die Frau für das Institut zur Pestbekämpfung in Irkutsk. Rund eine Woche vor ihrem Tod soll es dort zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen sein: Ein Reagenzglas mit dem Erreger der Lungenpest soll zerbrochen sein. Dabei könnte sich die 28-Jährige angesteckt haben.

Kurz darauf soll sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert haben. Tschipilowa wurde schließlich in ein Krankenhaus in Schelechow gebracht. Trotz Behandlung starb sie am frühen Morgen des 2. Oktober.

Bis zu 200 Menschen in Quarantäne

Die Behörden reagierten mit umfangreichen Schutzmaßnahmen. Medienberichten zufolge wurden bis zu 200 Menschen, die Kontakt mit der Frau gehabt haben könnten, unter medizinische Beobachtung beziehungsweise in Quarantäne gestellt.

Der Gouverneur der Region Irkutsk erklärte, dass bisher keine engen Kontaktpersonen Krankheitsanzeichen zeigen würden. Auch die bisherigen Laborergebnisse seien negativ.

Der Chef der benachbarten Republik Burjatien, Alexeij Zydenow, bestätigte öffentlich einen Pest-Todesfall in Irkutsk. Zugleich stellte er klar, dass die Frau nicht nach Burjatien gereist sei und es dort keine Pestherde gebe.

Allerdings sind noch wichtige Fragen offen. Das russische Gesundheitsministerium hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Fall geäußert. Auch die Berichte über den mutmaßlichen Laborunfall lassen sich derzeit nicht unabhängig bestätigen.

Lungenpest kann tödlich enden

Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst. Besonders gefährlich ist die Lungenpest: Sie kann von Mensch zu Mensch übertragen werden und ohne rasche Behandlung tödlich verlaufen.

Die Krankheit löste über Jahrhunderte verheerende Epidemien aus. Der sogenannte Schwarze Tod kostete im Mittelalter Millionen Menschen in Europa das Leben.

mrr,Akt. 03.10.2026, 09:45, 03.10.2026, 08:58
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