Frankreich erlebt seit Tagen massive Schülerproteste. Seit Montag wurden nach Angaben der Regierung bereits mehr als 5.000 Menschen festgenommen, gleichzeitig sind weiterhin Hunderte Schulen von den Protesten betroffen.
Allein am Donnerstag gab es laut Innenminister Laurent Nunez 1.747 Festnahmen. Das sagte er dem französischen Sender TF1.
Auch an zahlreichen Schulen gingen die Aktionen weiter. Bildungsminister Edouard Geffray zufolge waren am Donnerstag noch 735 der insgesamt 3.700 Schulen des Landes betroffen.
Damit ging die Zahl der betroffenen Schulen gegenüber dem Vortag zwar um 30 Prozent zurück. Neben Blockaden und Protestaktionen kam es jedoch weiterhin auch zu Gewalttaten.
Geffray wandte sich deshalb an die Eltern. Sie sollten ihre Kinder davon abhalten, sich an den Ausschreitungen zu beteiligen.
Begonnen hatten die Unruhen an einer Schule in einem Vorort von Paris, an der Personal fehlt. Von dort breiteten sich die Proteste landesweit aus.
Die Schüler verlangen eine bessere Ausstattung ihrer Schulen sowie mehr Lehrkräfte. Außerdem kritisieren sie verschmutzte Schulgebäude und überfüllte Klassen.