"Entschuldigung, Fußball!"

Skandal-Finale: Journalisten in Gefahr, Ballbuben-Eklat

Nach dem 0:1 zwischen Marokko und Senegal eskalierte das Afrika-Cup-Endspiel. Flaschenwürfe, Tumulte und ein Elfmeter sorgten weltweit für Entsetzen.
Sport Heute
19.01.2026, 15:58
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Nach dem 0:1 Marokkos gegen Senegal ist das Afrika-Cup-Endspiel in einem beispiellosen Chaos geendet. Nicht nur sportlich, sondern vor allem abseits des Rasens sorgten zahlreiche Szenen für weltweites Entsetzen.

Besonders brisant waren die Zustände auf den Tribünen und rund um das Spielfeld. Auf Social Media kursieren Videos von wüsten Prügeleien zwischen Fans und Ordnern. Auch Journalisten und Fotografen gerieten offenbar in akute Gefahr.

Journalisten in Gefahr

Afrika-Cup-Fotografin Amina Fall meldete sich noch während der Partie auf Instagram zu Wort. Nach dem Elfmeterpfiff für Marokko wurden Flaschen auf den Rasen geworfen. Fotografen und Journalisten seien zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sicher gewesen. Auch von Auseinandersetzungen auf der Medientribüne ist die Rede.

Für zusätzliche Empörung sorgten Szenen mit marokkanischen Ballbuben. In mehreren Videos ist zu sehen, wie sie versuchen, dem senegalesischen Torhüter Edouard Mendy das Handtuch zu stehlen. Auch Marokkos Spieler Ismael Saibari beteiligte sich an dem Versuch. Ein senegalesischer Spieler konnte das Handtuch jeweils gerade noch sichern.

Zur Schlüsselszene wurde schließlich der Elfmeter in der Nachspielzeit. Brahim Díaz scheiterte dabei kläglich mit einem Lupfer in die Mitte, den Mendy problemlos parierte. Zuvor hatten sich die Gemüter bereits massiv erhitzt. Senegals Spieler verließen aus Protest sogar geschlossen den Platz, ein Spielabbruch stand kurz im Raum.

Senegal-Trainer entschuldigt sich

Auch mit dem Schlusspfiff und dem Sieg des Senegal in der Verlängerung setzte sich das Chaos fort. FIFA-Präsident Gianni Infantino verurteilte die Vorfälle scharf. Gewalt und das Verlassen des Spielfelds seien im Fußball inakzeptabel. Nun seien die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes am Zug.

Am Tag nach dem Eklat meldete sich auch Senegals Teamchef Pape Thiaw zu Wort. Der 44-Jährige zeigte sich einsichtig. "Manchmal reagiert man in der Hitze des Gefechts", sagte der Trainer. Fehler des Schiedsrichters müsse man akzeptieren, das könne passieren. Man hätte nicht so reagieren dürfen. "Das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball."

Das Finale, das sportlich Geschichte schreiben sollte, wird vor allem wegen gefährlicher Zustände für Medienvertreter und unsportlicher Szenen rund um das Spielfeld in Erinnerung bleiben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.01.2026, 16:04, 19.01.2026, 15:58
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