Was sich am Flughafen Graz abgespielt hat, sorgt für Empörung: Ein blindes Ehepaar wollte nach der Ankunft einfach nur nach Hause – doch kein einziges Taxi wollte sie mitnehmen. Der Grund: Ihr Blindenführhund.
Obwohl der Hund zertifiziert ist und alle Unterlagen vorlagen, verweigerten sämtliche Fahrer am Taxistand die Fahrt. Für die Betroffenen ein Schock – und für viele ein klarer Fall von Diskriminierung.
Besonders brisant: Die Rechtslage ist eindeutig. Assistenzhunde müssen in Taxis mitgenommen werden. Trotzdem wurden die beiden einfach stehen gelassen. Selbst ein Anruf bei der Taxizentrale brachte keine Lösung – dort hieß es, der Hund müsse extra angemeldet werden.
Für Experten ist das unhaltbar. "Wer Menschen mit Blindenführhund die Beförderung verweigert, verweigert ihnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben", lautet die klare Kritik.
Doch damit nicht genug: Als der Vorfall dokumentiert wurde, soll ein Fahrer das Paar sogar beschimpft haben. Gegen ihn wurde bereits Anzeige eingebracht. Auch rechtliche Schritte laufen.
Organisationen sprechen von einem besonders schweren Fall – und sehen darin kein Einzelproblem, sondern ein strukturelles Versagen.
Behindertenvertreter schlagen Alarm. Immer wieder würden Menschen mit Assistenzhunden oder im Rollstuhl abgewiesen. Gefordert werden nun verpflichtende Schulungen für Fahrer, strengere Kontrollen und harte Strafen bis hin zum Konzessionsentzug. Ein einfacher Heimweg wurde zur Demütigung. Für viele ist klar: So etwas darf in Österreich nicht passieren.