Nur sechs Tage im Heim – dann der Schock. Ein Mann soll am 7. Jänner noch selbstgehend und ohne sichtbare Verletzungen in ein Kärntner Pflegeheim eingezogen sein. Laut einem anonymen Schreiben habe sich sein Zustand rasch dramatisch verschlechtert.
Wenige Tage später sei er in "sehr schlechtem Zustand" ins nächstgelegene Spital gebracht worden. Dort stellten Ärzte laut dem Brief fest, dass er innerlich ausgetrocknet gewesen sei. Kurz darauf verstarb er. Genau dieser Ablauf ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Die "Kleine Zeitung" berichtet darüber und zitiert aus dem Schreiben.
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigt, dass am 10. Februar eine Anzeige eingelangt ist. Sprecher Markus Kitz sagt: "Wir haben das LKA Kärnten mit Ermittlungen beauftragt." Das Landeskriminalamt Kärnten führt nun die Erhebungen.
Auch LKA-Chef Gottlieb Türk bestätigt, dass sein Amt den anonymen Brief erhalten habe. "Mir ist das bekannt", sagt er. "Und natürlich müssen wir solche Dinge sorgfältig prüfen." Mitarbeiter des LKA seien im betreffenden Krankenhaus gewesen und hätten erste Befragungen durchgeführt. Mehr Details gebe es derzeit nicht.
Der zuständige Pflegeheimbetreiber lässt über seine Rechtsvertretung ausrichten: "Meine Mandantin wird sich nicht an anonymen Anpatzungen und Spekulationen beteiligen. Sie macht alles, um das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner zu sichern."
Dem Betreiber seien keine Vorfälle bekannt, die das Wohl der Bewohner gefährden würden. "Sollte es zukünftig zu aufklärungsbedürftigen Vorfällen kommen, wird man mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten." Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.