Alles begann bei den Heimweltcuprennen in Veysonnaz im März 2024. Damals kam Lenherr, einer der Skicross-Hoffnungen unserer Nachbarn, zu Sturz. Anfangs hatte Lenherr noch gedacht, der Fuß sei verstaucht. Die MRT-Untersuchung brachte dann den Bruch des linken Sprunggelenks ans Licht.
Lenherr wurde operiert. Doch danach begannen die Probleme. Sein Fuß blieb geschwollen, es kamen Gefühlsstörungen hinzu. Plötzlich bereitete sogar gas Gehen über längere Zeit große Schmerzen. Ende November folgte dann der große Schock. Nachdem Lenherr die Schrauben entfernt worden waren, absolvierte der Schweizer Skicrosser einige Schneetage. Doch die Schmerzen kamen wieder zurück, wenig später konnte er den Fuß dann wieder nicht bewegen. "Ich wusste nicht, was los war, das macht dich fertig", sagte der Skicrosser nun dem "Blick".
Das MRT am Folgetag zeigte dann den Ernst der Lage. Lenherr wurde sofort notoperiert. "Sie hatten Glück, dass das Gelenk nicht betroffen war, denn so viel Eiter sieht man sonst nur bei Amputationen", habe der behandelnde Arzt ihm dann gesagt, so Lenherr. Gut ein Jahr später ist der Schweizer in den Weltcup zurückgekehrt, verpasste die Qualifikation für den Bewerb im französischen Val Thorens aber. "Ich bin unglaublich dankbar, wieder auf der Piste zu sein", so der 36-Jährige.
"Ich will auf der Piste einfach mein Bestes geben", meinte der 36-Jährige nun auf die Rückkehr auf die große Skicross-Bühne angesprochen. Ein konkretes Ziel nannte er nicht. Klar ist nur: Lenhaerr braucht Weltcup-Ergebnisse. Denn ein Startplatz bei den Olympischen Spielen in Norditalien wäre freilich der traumhafte Abschluss von Lenherrs langer Leidenszeit.
In seiner langen Karriere hat der Schweizer bereits fünf Weltcupsiege geholt, landete elfmal auf dem Stockerl und war 2020/21 Zweiter im Skicross-Weltcup.