Die Parlamentswahl in Ungarn galt für viele Beobachter als richtungsweisend. Nach 16 Jahren dürfte nun die Herrschaft von Langzeit-Premier Viktor Orbán Geschichte sein. Er zog mit seiner FIDESZ-Partei den Kürzeren gegen Herausforderer Péter Magyar und dessen TISZA. Weil diese nun auf 138 Sitze im Parlament kommt, verfügt sie künftig über die so wichtige Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Das Ergebnis der Wahl sorgte bei vielen Beobachtern für positive Reaktionen. Auf EU-Ebene zeigten sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erfreut über den Wahlausgang.
So feierten die Budapester das Wahlergebnis (Bilder in der Diashow) >>
Mit Vertretern der ÖVP, SPÖ, Neos und den Grünen zeigten sich auch alle heimischen Parteien, mit Ausnahme der FPÖ, ebenfalls zufrieden mit dem Wahlausgang. Bundeskanzler Christian Stocker hob in einem Statement hervor, dass "Kickl-Freund"-Orbán abgewählt sei.
Und die Ungarn selbst? Vor allem in der bekannt liberalen Hauptstadt Budapest nahm man das Ergebnis euphorisch zur Kenntnis. Nach Bekanntwerden der ersten Resultate versammelten sich Abertausende zu spontanen Feierlichkeiten.
Bis spät in die Nacht feierte sie den bevorstehenden Wechsel an der Spitze der Regierung. Wahlsieger Péter Magyar genoss das Bad in der Menge sichtlich. Er kündigte einen Kurswechsel in Ungarns Politik an.