Nach den Grünen läutet auch die Wiener FPÖ den politischen Herbst ein. Die Freiheitlichen starten unter dem Motto "So kann's nicht weitergehen" eine groß angelegte Kampagne, die vor allem Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und die rot-pinke Stadtregierung ins Visier nimmt.
"Die Menschen spüren jeden Tag, dass Wien unter Bürgermeister Michael Ludwig in die falsche Richtung läuft. Die Preise steigen, die Sicherheitsprobleme werden größer, die Folgen der Massenzuwanderung immer deutlicher und gleichzeitig jagt im roten Machtapparat eine Affäre die nächste. Unser Auftrag ist daher klar: Wien braucht einen Kurswechsel und diesen Kurswechsel gibt es nur mit der FPÖ und Dominik Nepp", erklärt FPÖ-Wien-Landesparteisekretär Lukas Brucker.
Im Herbst wollen die Freiheitlichen insbesondere die Affären und Missstände der vergangenen Monate weiter thematisieren. Brucker nennt dabei die Vorgänge bei den Wiener Volkshochschulen und im Marktamt sowie die von der FPÖ als "Ludwig/Ruck-Files" bezeichnete Causa.
"Während sich Ludwig wegduckt und versucht, Skandale auszusitzen, übernehmen wir die Kontrollarbeit. Wir schauen hin, decken auf und zwingen den Bürgermeister, sich den Fragen zu stellen, denen er außerhalb des Rathauses aus dem Weg geht. Das System Ludwig ist am Ende", so Brucker.
Neben den politischen Affären sollen vor allem Sicherheit, Teuerung sowie Zuwanderung und Integration die Kampagne bestimmen. Dabei setzt die FPÖ nicht nur auf Plakate. In den kommenden Wochen will die Partei mit Standaktionen direkt mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen.
"Politik muss dort stattfinden, wo die Menschen sind. Deshalb hören wir den Wienern selbst zu. In den kommenden Wochen sind wir mit rund 100 Standaktionen in allen Wiener Gemeindebezirken unterwegs. Jeder kann zu uns kommen, seine Anliegen schildern und uns sagen, wo der Schuh drückt", erklärt Stumpf.
Begleitet wird die Aktion von einer umfangreichen Kampagne. Mehr als 80 Citylights sowie rund 650 Plakate sollen in der ganzen Stadt für den "Kurswechsel" werben. Entscheidend sei für die Freiheitlichen allerdings der persönliche Kontakt.
"Unsere wichtigste Fläche bleibt aber die Straße. Dort hören wir von Frauen, die sich nachts nicht mehr sicher fühlen, von Familien, die unter Mieten, Energiepreisen und den Kosten des täglichen Lebens leiden, und von Eltern, die uns von den Zuständen an Wiener Schulen berichten", so Stumpf.
Die bei den Standaktionen gesammelten Anliegen sollen laut FPÖ auch politische Konsequenzen haben. Die Partei kündigt parlamentarische Initiativen an und will Missstände öffentlich machen. Wo es aus ihrer Sicht notwendig ist, sollen zudem rechtliche Schritte folgen.