Sommerzeit ist Outdoorzeit. Die für viele schönste Jahreszeit bringt aber so manches ungeliebte Tierchen mit sich: Ameisen, Gelsen, Wespen und Co. Sabine Seidl von der Umweltberatung rät, beim Verscheuchen der "Lästlinge" nicht zur Chemiekeule zu greifen: "Das tut weder der Gesundheit noch der Umwelt gut!"
Viele für Menschen lästige Insekten erfüllen in der Natur eine wichtige Aufgabe. "Unsere Unterteilung der Tierwelt in Gut und Böse lässt oft wichtige Aspekte unbeachtet", sagt Seidl. "Wespen machen sich nützlich, indem sie ihre Brut mit jeder Menge anderer Insekten und Spinnen füttern und außerdem Blüten bestäuben. Ameisen beseitigen tote Tiere und spielen damit in der Natur eine wichtige Rolle als Gesundheitspolizei."
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Ein Fliegengitter hält lästige Insekten draußen: Bei Tag Fliegen und Wespen, in der Dämmerung schützt das Gitter vor Hornissen und Gelsen. Stechmücken mögen keine Paradeiser, dafür aber Bier. Wer Alkohol trinkt, wird häufiger gestochen. Sich selbst schützt man am besten mit ätherischen Ölen (Lavendel, Eukalyptus oder Katzenminze). Die Umweltberatung rät, keine Repellents mit Diethyltoluamid (DEET) zu verwenden, der Stoff kann Hautreizungen verursachen, bei Kindern sogar Nervenstörungen und Krämpfe auslösen.
Wespen werden wie Ameisen von süßem Obst, Säften, Mehlspeisen magisch angezogen. Daher Essen in gut verschließbare Vorratsgläser geben. Von Fallen rät die Umweltberatung ab. Wespenfallen und "Insektengrill" wären wenig wirksam, außerdem "töten sie auch viele andere nützliche Insekten", so Seidl.
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Weitere Informationen:
Die Broschüre "Umgang mit Ameisen, Motten & Co" gibt Tipps zum Vorbeugen und Vertreiben von lästigen Tieren im Haus – von Ameisen über Kopfläuse bis hin zu Silberfischchen. Sie kann bei der Umweltberatung gegen Versandkosten von € 5,40 bestellt und auf der Website kostenlos heruntergeladen werden.
Bestellung und individuelle Beratung an der Hotline von "Die Umweltberatung" unter 01/803 32 32 bzw. auf www.umweltberatung.at/ameisen-motten-co
Auch bei Ameisen ist das Um und Auf, sie erst gar nicht reinzulassen. Kleine Löcher und Ritzen, durch die sie eindringen, können einfach mit Silikon oder Spachtelmasse versperrt werden. Wichtig ist, dass die ersten Ameisen in der Wohnung sofort entfernt werden, bevor eine Ameisenstraße entsteht. Danach durch feuchtes Aufwischen die Geruchsspuren der Ameisen entfernen, an denen sich die Tiere orientieren.