Love

So stehen die Österreicher zur Liebe am Arbeitsplatz

Gelegenheit macht Liebe – stimmt oder stimmt nicht? ElitePartner hat österreichische Singles dazu befragt.
Sabine Primes
24.02.2022, 19:38

Die Hälfte des Lebens verbringen wir an unserem Arbeitsplatz. Wen wundert es also, dass sich dort auch viele Paare finden? Wo die Liebe hinfällt, kann man sich schließlich nicht aussuchen. Aber tut es der Beziehung gut, wenn man sich tagsüber und abends sieht? Berufliches und Privates vermischen oder doch lieber trennen (Stichwort "Work-Life-Balance")? Und muss einer den Job aufgeben, wenn die Beziehung nicht klappt?

Dennoch ist Liebe am Arbeitsplatz gar nicht so selten. "Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit im Job und bei 40 Stunden oder mehr in der Woche werden viele Gelegenheiten geboten, einander näher zu kommen", erklärt Lisa Fischbach, Psychologin und Forschungsleiterin bei ElitePartner. Die Partnervermittlung hat dazu nun eine brandneue Studie veröffentlicht.

8 von 10 dagegen 

Demnach stehen Österreichs Singles einer Liebesbeziehung am Arbeitsplatz kritisch gegenüber: 8 von 10 Singles sprechen sich dafür aus, Berufliches und Privates zu trennen. Vor allem Tiroler plädieren am stärksten dafür (92 Prozent). Frauen finden es schwieriger, diese vor den Kollegen geheim zu halten (94 Prozent vs. Männer 84 Prozent). Ebenso befürchten Frauen (94 Prozent) – stärker als Männer (84 Prozent) – dem Klatsch und Tratsch der Kollegen ausgeliefert zu sein.

Geheimhalten oder outen?

Für neun von zehn Singles wäre die Geheimhaltung der Beziehung am Arbeitsplatz eine große Herausforderung. Vor allem die Befragten in Salzburg und Oberösterreich (97 Prozent) sehen die Geheimhaltung der Beziehung in der Arbeit als große Herausforderung. Vor allem für Frauen birgt eine Liebesbeziehung im Arbeitsumfeld mehr Konfliktpotenzial als für Männer. Diese wiederum würden die Möglichkeit begrüßen, die Partnerin auch am Arbeitsplatz sehen zu können. Am wenigsten freundet man sich in Oberösterreich mit diesem Gedanken an, denn nur jeder dritte Single (35 Prozent) würde den Partner auch gerne in der Arbeit sehen.

Streit und Trennung

Kommt es zu einem Streit, hat dies bei neun von zehn Männern (89 Prozent) und Frauen (91 Prozent) Einfluss auf das Arbeitsklima und sie fänden es schwierig, so zu tun, als ob nichts wäre. Im Falle einer Trennung sehen sowohl Frauen als auch Männer der weiteren Zusammenarbeit angespannt entgegen und halten diese für unmöglich (Frauen: 69 Prozent vs. Männer 62 Prozent). So vertreten 84 Prozent der Frauen und 82 Prozent der Männer die Meinung, man solle Privates und Berufliches trennen.

"Eine starke Verflochtenheit von Privatem und Beruflichem führt aber einerseits auch dazu, keine Abgrenzung mehr zwischen Themen, die die Arbeit betreffen und jenen des Privatlebens zu schaffen. Zudem nimmt man womöglich potenziellen Stress von zuhause mit auf den Arbeitsplatz", so die Psychologin.

Geht die Beziehung in die Brüche, könnten 69 Prozent der befragten Frauen nicht mehr mit dem Ex-Partner zusammenarbeiten. 62 Prozent der Männer sehen dies ebenso.

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