Tipps von Expertin

So viel Taschengeld sollten Kinder jetzt bekommen

Eine Wiener Finanzexpertin verrät, wie Eltern durch das Schuljahr kommen – und wie viel Taschengeld für Kinder angemessen ist.
Wien Heute
06.09.2026, 15:14
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Der Schulstart steht vor der Tür – und für viele Eltern bedeutet das auch eine finanzielle Belastung. Ein Großteil der Schulsachen dürfte mittlerweile zwar gekauft sein, doch damit ist es mit den Ausgaben noch lange nicht getan. Mittagessen, Öffi-Tickets, Betreuung, Ausflüge und Taschengeld belasten das Familienbudget das gesamte Schuljahr über.

Jennifer Holawatsch, Leiterin der FSW Finanzbildung, rät deshalb, nicht nur die unmittelbaren Kosten zum Schulstart im Blick zu haben. Laufende Ausgaben sollten von Anfang an in die Haushaltsplanung einbezogen werden.

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Kinder in Entscheidungen einbinden

Sparen lässt sich bereits beim Einkauf. Familien sollten eine Einkaufsliste erstellen, Preise vergleichen und bei Angeboten genau auf den Preis pro Stück beziehungsweise Packung achten. Auch gebrauchte Schultaschen oder Schulmaterialien können eine günstigere Alternative sein. Familien sollten zudem prüfen, ob sie Anspruch auf Zuschüsse oder Gutscheine haben. Diese können gerade zu Beginn des Schuljahres für finanzielle Entlastung sorgen.

Auch Kinder können in die Entscheidungen eingebunden werden. Eltern sollten mit ihnen besprechen, was tatsächlich benötigt wird und was lediglich ein Wunsch ist. Dabei können auch teure Marken, Statussymbole und Gruppendruck thematisiert werden.

Klare Vereinbarungen beim Taschengeld

Eine wichtige Rolle beim Umgang mit Geld spielt laut den Experten das Taschengeld. Die Richtwerte der ASB sehen für Kinder zwischen sieben und neun Jahren ein wöchentliches Taschengeld von ein bis fünf Euro vor. Für Zehn- bis 14-Jährige werden 23 bis 45 Euro pro Monat empfohlen. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren können sich demnach an 45 bis 70 Euro monatlich orientieren.

Dabei handelt es sich allerdings ausdrücklich um Richtwerte. Wie viel tatsächlich ausgezahlt wird, sollte sich immer nach den finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Familie richten. Wichtiger als die konkrete Summe seien eine regelmäßige Auszahlung und klare Vereinbarungen.

Lernen, mit Fehlentscheidungen umzugehen

Das Taschengeld sollte außerdem zweckungebunden sein. Kinder und Jugendliche sollen also selbst entscheiden dürfen, wofür sie ihr Geld ausgeben – und dabei auch lernen können, mit Fehlentscheidungen umzugehen. Gerade dadurch werde Taschengeld zu einer Lernchance. Kinder könnten Erfahrungen sammeln, eigene Entscheidungen treffen und schrittweise Verantwortung für ihre Finanzen übernehmen.

"Finanzbildung beginnt im Alltag. Der Schulstart ist eine gute Gelegenheit, mit Kindern und Jugendlichen über Wünsche und Notwendigkeiten, Konsum und den eigenen Umgang mit Geld zu sprechen. Wer früh lernt, Preise zu vergleichen, Ausgaben zu planen und eigene Entscheidungen zu treffen, entwickelt wichtige Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld", erklärt Holawatsch.

Finanzielle Situation thematisieren

Der Schulbeginn kann damit auch Anlass für ein offenes Gespräch über die finanzielle Situation der Familie sein. Denn zu lernen, dass nicht jeder Wunsch automatisch erfüllt werden kann, gehört nach Ansicht der Finanzexperten ebenso zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.09.2026, 15:14