Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Bevölkerung wollen in der warmen Jahreszeit verreisen, hat eine repräsentative Erhebung der Linzer Kepler Uni (1.002 Befragte) ergeben. 21 Prozent haben den Trip bereits gebucht, 44 Prozent befinden sich in der Planungsphase.
Mehr als jeder Dritte (34 Prozent) holt sich Infos dazu bei Freunden oder der Familie. 18 Prozent gehen ins Reisebüro, je 15 Prozent nutzen die Websites der Urlaubsziele und Bewertungsportale. Bereits acht Prozent setzen auf künstliche Intelligenz (etwa ChatGPT oder Google Gemini). Bei den 16- bis 24-Jährigen sind es sogar 22 Prozent.
Dennoch: Wie schon bei der Studie 2024 erklärten auch heuer 17 Prozent, dass sie sich keine Urlaubsreise leisten können. Bei Haushalten mit einem Netto-Einkommen unter 2.000 Euro pro Monat trifft das sogar auf mehr als ein Drittel.
Und wohin verschlägt es die Bevölkerung, die verreist? 19 Prozent wollen in Österreich bleiben, 65 Prozent ins europäische Ausland, vor allem an die Mittelmeerküste, fahren. 16 Prozent setzen auf eine Fernreise.
Die Hauptmotive: Erholung und Strand (47 Prozent), Kultur und Stadt erkunden (zwölf Prozent), Aktiv- und Sporturlaub (neun Prozent), familienfreundliche Tätigkeiten für mehrere Generationen mit kurze Wegen sowie Natur und Abenteuer (jeweils sieben Prozent).
42 Prozent kommen per Auto ans Ziel. 41 Prozent tun das im Flugzeug, 17 Prozent mit anderen Verkehrsmitteln wie Bus, Zug oder Wohnmobil.
Die Ausgaben für den Sommerurlaub werden laut Umfrage ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres liegen. 58 wollen gleich viel wie 2025 ausgeben, 26 (etwas) weniger und 16 Prozent (etwas) mehr.
Uni-Forscher Ernst Gittenberger vom Institut für Handel, Absatz und Marketing verweist auf die sogenannte mentale Buchführung im Konsumverhalten: "Während im Alltag – etwa bei Lebensmitteln – oft um jeden Euro gerungen wird, sitzt das Geldbörserl im Urlaub lockerer."
„Während im Alltag oft um jeden Euro gerungen wird, sitzt das Geldbörserl im Urlaub lockerer.“Ernst GittenbergerInstitut für Handel, Absatz und Marketing
Für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft seien die Ergebnisse durchaus eine gute Nachricht, ergänzt Institutsvorstand Christoph Teller: Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten und geopolitischer Konflikte bleibt der Sommerurlaub für viele ein prioritäres Konsumziel.