IKEA macht ernst in Vorarlberg. Der schwedische Möbelkonzern hat sich das ehemalige kika-Gebäude in Dornbirn samt Grundstück Millionen kosten lassen. Jetzt zeigen Einträge im Grundbuch erstmals die genaue Summe.
Demnach zahlte IKEA insgesamt 27,6 Millionen Euro für das rund 15.000 Quadratmeter große Areal nahe der Messe Dornbirn, das ergeben ORF-Recherchen. Allein 4,6 Millionen Euro davon entfallen auf die Umsatzsteuer. Der Netto-Kaufpreis liegt somit bei 23 Millionen Euro.
Doch damit nicht genug: Zusätzlich musste IKEA fast 1,27 Millionen Euro an Gebühren und Steuern bezahlen. Darunter fallen die Grunderwerbssteuer sowie die Eintragungsgebühr fürs Grundbuch.
Insgesamt will der Möbelriese rund 65 Millionen Euro in den neuen Standort investieren, berichtet der ORF. Denn obwohl die Struktur des alten kika-Gebäudes bestehen bleibt, muss das mehr als 30 Jahre alte Gebäude umfassend renoviert werden.
Der Baustart ist bereits für Herbst 2026 geplant. Läuft alles nach Plan, soll das neue Möbelhaus im Herbst 2027 eröffnen.
Der neue Standort wird kleiner ausfallen als viele andere IKEA-Häuser weltweit. Geplant sind fünf Stockwerke auf insgesamt rund 16.000 Quadratmetern. Drei Ebenen sind für den Verkauf vorgesehen, zwei weitere für Logistik und Verwaltung.
Mit dem neuen Standort entstehen laut den Plänen auch rund 170 Arbeitsplätze. Die Mitarbeitersuche soll im Frühjahr 2027 starten.
Experten erwarten außerdem, dass der neue IKEA viel Kaufkraft nach Vorarlberg zurückholt. Bisher würden viele Kunden zum Einkaufen nach St. Gallen fahren. Laut Handelsforscher Roland Murauer könnte ein Großteil von rund 12,5 Millionen Euro künftig im Land bleiben.