Der Job-Horror geht weiter. Jetzt ist ein heimischer Konzern betroffen, der weltweit tätig ist. Alpla ist ein Verpackungshersteller aus Vorarlberg, bei dem seit wenigen Tagen das Zittern in der Belegschaft begonnen hat.
155 Jobs sollen am Stammsitz in Hard wegfallen, die Mitarbeiter wurden informiert. Aber: Noch sind keine konkreten Namen genannt.
Besonders hart trifft die Situation offenbar junge Familien. "Jetzt ist eine riesengroße Verunsicherung da, wer es genau ist", sagt GPA-Gewerkschafter Marcel Gilly zu "Heute".
Es ist eine Katastrophe für die Menschen: Es gibt einige Fälle von jungen Familien, die gerade ein Haus bauen und einen Kredit laufen haben, schildert Gilly die Sorgen vieler Beschäftigter. Die Unsicherheit, ob man unter den Betroffenen ist, belaste die Mitarbeiter massiv.
Für die Gewerkschaft ist deshalb klar, dass besonders soziale Härtefälle berücksichtigt werden müssen. "Wer weiß, es könnten beide Ehepartner betroffen sein oder junge Familien mit Kindern, dann müssen diese Fälle im Zuge der Sozialplan-Verhandlungen besonders berücksichtigt werden", sagt Gilly.
"Für uns ist klar, dass am 2. Juni die Auftaktgespräche mit dem Arbeitgeber stattfinden. Wir drängen darauf, dass dann schnellstmöglich Klarheit herrscht", so Gilly.
Alpla hatte den geplanten Stellenabbau am Donnerstag bekanntgegeben. Als Gründe nennt das Unternehmen die schwierige wirtschaftliche Lage und steigende Kosten. Der Standort in Hard soll neu ausgerichtet werden.
Weit mehr als zehn Prozent der knapp 1.000 Mitarbeiter am Stammsitz könnten von den Maßnahmen betroffen sein. Laut Unternehmen soll der Abbau unter anderem über Pensionierungen, nicht nachbesetzte Stellen und Vertragsauflösungen erfolgen.