Harte Zeiten für die heimische Wirtschaft: Eine Pleite reiht sich an die nächste. Erst diese Woche wurde bekannt, dass ESIM Chemicals in Linz in arge Schwierigkeiten geraten ist.
Es handelt sich um die mit Abstand größte Pleite im heurigen Jahr: Die Schulden machen rund 150 Mio. Euro aus, an die 300 Jobs sind betroffen. Das Unternehmen hofft auf einen Investor, die Sorge um den Standort wächst.
Jetzt die nächste schlimme Nachricht: Forma-Glas mit Sitz in Neukirchen (Bez. Braunau) ist ebenfalls zahlungsunfähig. Der 1978 gegründete Betrieb entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen und Anlagen für die Glasindustrie.
Wie schon so vielen anderen machten der Firma Corona samt Absage zahlreicher Projekte und der Ukraine-Krieg mit steigenden Energiepreisen einen Strich durch die Rechnung. Das Sparverhalten der Konsumenten und Probleme, Kredite zu bekommen, verschärften die Situation zusätzlich.
Die Schulden beziffern Creditreform, AKV und KSV mit rund 2,17 Mio. Euro. Zum Vermögen ist nichts bekannt. Zwölf Mitarbeiter und rund 40 Gläubiger sind betroffen. Forma-Glas will die Geschäftstätigkeit fortführen. Wie unterdessen bekannt wurde, ist auch die Muttergesellschaft insolvent.