Der große Wocheneinkauf klingt praktisch: Einmal losfahren, alles erledigen, fertig. Bei sommerlichen Temperaturen kann genau das aber gefährlich werden. Denn gekühlte Lebensmittel verbringen dann viel zu lange außerhalb des Kühlschranks.
Besonders kritisch sind Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Tiefkühlware, vorgeschnittene Salate und Speisen mit Mayonnaise. Je wärmer es ist, desto schneller vermehren sich Keime - das kann zu Lebensmittelvergiftungen führen.
Wie chip.de unter Berufung auf ÖKO-TEST berichtet, sollte die Kühlkette möglichst kurz unterbrochen werden. Bei Eis ist eine Unterbrechung schnell sichtbar, bei Käse, Wurst oder Fleisch dagegen oft nicht. Genau das macht den Transport so tückisch.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Rundgang im Supermarkt bewusst zu planen: Unempfindliche Ware wie Getränke, Konserven oder Nudeln kommt zuerst in den Wagen. Kühlpflichtige Produkte folgen erst ganz zum Schluss.
Fisch, Geflügel, rohe Bratwürste oder Hackfleisch sollten als Letztes eingepackt und danach möglichst schnell nach Hause gebracht werden.
Zur Pflichtausrüstung gehört bei warmem Wetter eine Kühltasche mit Kühlakkus. In einem Auto, das in der Sonne steht, entstehen schnell Temperaturen von bis zu 40 Grad. Der Kofferraum ist dabei der schlechteste Lagerplatz für empfindliche Lebensmittel.
Nach dem Bezahlen zählt der direkte Heimweg. Weitere Erledigungen oder ein längerer Parkplatzaufenthalt können empfindliche Lebensmittel unnötig erwärmen.
Gekühlte Lebensmittel gehören sofort in den Kühlschrank - idealerweise bei maximal sieben Grad. Fisch und Fleisch sollten in den unteren Bereich, weil es dort am kältesten ist. Milchprodukte lagern darüber, Obst und Gemüse im Gemüsefach.
Übrigens: Lebensmittelinfektionen können durch Salmonellen, Campylobacter, EHEC oder Noroviren entstehen. Wer bei Hitze auf die richtige Kühlung achtet, schützt sich und seine Familie vor unangenehmen Folgen.