Draußen klettert das Thermometer auf über 30 Grad, drinnen soll der Kühlschrank unsere Lebensmittel frisch halten. Doch genau im Sommer passieren viele Fehler, die man im Alltag kaum bemerkt – mit teils unangenehmen Folgen. Denn je wärmer es draußen ist, desto schneller vermehren sich Keime und desto rascher können Lebensmittel verderben.
Umso wichtiger ist es, den Kühlschrank richtig einzuräumen. Denn nicht überall herrscht dieselbe Temperatur. Wer Milch, Fleisch oder Gemüse am falschen Platz lagert, verkürzt oft unbewusst deren Haltbarkeit.
Viele Menschen räumen ihre Einkäufe dort ein, wo gerade Platz ist. Tatsächlich besitzt jeder Kühlschrank verschiedene Temperaturzonen – und genau diese entscheiden darüber, wie lange Lebensmittel frisch bleiben.
Warme Luft steigt nach oben. Deshalb ist das oberste Fach mit etwa fünf bis acht Grad der wärmste Bereich im Kühlschrank. Nach unten hin sinkt die Temperatur deutlich. Gerade während einer Hitzewelle kann die richtige Lagerung deshalb den entscheidenden Unterschied machen.
Der kälteste Platz befindet sich direkt über der Gemüseschublade. Dort liegen die Temperaturen meist nur zwischen null und zwei Grad. Hier gehören besonders empfindliche Lebensmittel wie rohes Fleisch, Fisch oder Wurst hin. Auch leicht verderbliche Speisen profitieren von den niedrigen Temperaturen.
Im obersten Fach fühlen sich dagegen Marmelade, bereits gegarte Speisen oder Reste vom Vortag wohler.
Viele stellen Milch oder Eier automatisch in die Tür. Dabei ist sie der Bereich mit den größten Temperaturschwankungen. Jedes Öffnen lässt warme Luft ins Innere strömen. Deshalb eignen sich die Türfächer vor allem für Lebensmittel, die weniger empfindlich sind, wie Getränke, Senf, Ketchup, Marmelade oder Butter.
Die Gemüseschublade ist bewusst etwas wärmer als der kälteste Bereich des Kühlschranks. Dadurch werden empfindliche Obst- und Gemüsesorten vor zu niedrigen Temperaturen geschützt und bleiben länger frisch.
Nicht alles bleibt im Kühlschrank automatisch länger frisch. Tomaten verlieren dort ihr Aroma, Brot wird schneller trocken und Olivenöl flockt bei niedrigen Temperaturen aus.
Auch Melanzani, Avocados, Mangos, Marillen und Ananas reagieren empfindlich auf Kälte. Bananen bekommen braune Flecken, Erdäpfel schmecken im Kühlschrank oft süßlich und verändern ihre Konsistenz. Zwiebeln, Knoblauch und Nüsse sollten ebenfalls lieber außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Dort ist es trockener, wodurch das Risiko für Schimmel sinkt.