Speiseöl steht in vielen Küchen direkt neben Herd oder Fenster – praktisch, aber oft ein Fehler. Denn Wärme, Licht und Sauerstoff können dafür sorgen, dass manche Öle schneller an Geschmack verlieren oder sogar ranzig werden. Ein Sternekoch erklärt jetzt, welche Flaschen nach dem Öffnen besser kalt stehen sollten.
Der französische Sternekoch Christophe Hay setzt laut dem französischen Online-Magazin "Journal des femmes" auf hochwertige, regionale Öle – und lagert empfindliche Sorten nach dem Öffnen bewusst kühl. Vor allem Öle mit vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren reagieren sensibel auf Wärme und Licht.
Dazu zählen unter anderem Leinöl, Walnussöl, Haselnussöl, Hanföl, Leindotteröl und oft auch Kürbiskernöl. Wer diese Öle für Salate, kalte Speisen oder Gemüse verwendet, sollte sie möglichst im Kühlschrank aufbewahren.
Gerade empfindliche Öle verlieren bei falscher Lagerung rasch Aroma und Qualität. Experten raten deshalb: lieber kleine Flaschen kaufen, nach dem Öffnen gut verschließen und zügig verbrauchen.
Besonders wichtig: Die Flasche sollte niemals längere Zeit offen stehen. Sauerstoff beschleunigt den Alterungsprozess – und macht aus feinem Geschmack schnell einen bitteren Fehlgriff.
Nicht jede Ölflasche braucht allerdings einen Platz in der Kühlschranktür. Olivenöl gilt als deutlich robuster, weil es überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Für Olivenöl reicht daher in der Regel ein dunkler, kühler Vorratsschrank.