Nach langer Pause

Sony bringt Superzoom-Kamera RX10 V um 2.500 Euro

Nach fast neun Jahren legt Sony die RX10-Reihe neu auf. Die RX10 V bringt mehr Tempo und moderne Autofokus-Technik mit.
Rene Findenig
09.07.2026, 20:45
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Fast neun Jahre lang mussten Fans der RX10-Serie auf ein neues Modell warten. Nun hat Sony die RX10 V vorgestellt und modernisiert damit seine Superzoom-Kamera. Die Kamera richtet sich an Menschen, die mit nur einem Gerät möglichst viele Motive aufnehmen möchten – vom Familienausflug über Landschaften bis hin zu Tieren oder Sportveranstaltungen, heißt es. Statt ständig Objektive zu wechseln, bleibt das fest verbaute Zoomobjektiv an Bord. Gleichzeitig soll die neue Generation deutlich schneller und intelligenter arbeiten als ihr Vorgänger.

Beim Objektiv bleibt Sony der bisherigen Ausrichtung treu. Die RX10 V verfügt über ein Zeiss Vario-Sonnar T*-Objektiv mit einer Brennweite von 24 bis 600 Millimetern und einer Lichtstärke von F2,4 bis F4. Dadurch lassen sich sowohl weite Landschaften als auch weit entfernte Motive fotografieren, ohne zusätzliches Zubehör mitzunehmen. Im Inneren arbeitet ein 20,1-Megapixel-Exmor-RS-Bildsensor im 1-Zoll-Format, kombiniert mit dem aktuellen BIONZ-XR-Bildprozessor und einem zusätzlichen KI-Prozessor.

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Autofokus erkennt Menschen, Tiere und Fahrzeuge

Vor allem beim Autofokus setzt Sony auf Funktionen, die bislang vor allem aus den Alpha-Systemkameras bekannt sind. Die Kamera erkennt unter anderem Menschen, Tiere, Vögel sowie Fahrzeuge und kann diesen Motiven automatisch folgen. Dafür stehen 575 Phasen-Autofokuspunkte zur Verfügung, die einen großen Teil des Bildes abdecken. Das soll helfen, auch schnelle Bewegungen zuverlässig einzufangen. Gerade bei Sportaufnahmen oder bei Tieren in der Natur entscheidet oft ein kurzer Moment darüber, ob ein Bild gelingt oder nicht.

Wer schnelle Szenen festhalten möchte, bekommt mit der RX10 V deutlich mehr Tempo als bisher. Laut Sony sind Serienaufnahmen mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde möglich. Dabei soll der Sucher ohne Schwarzbild arbeiten, sodass das Motiv während der Aufnahme sichtbar bleibt. Diese Technik stammt ebenfalls aus den höher positionierten Alpha-Kameras und soll das Verfolgen schneller Motive erleichtern.

Vor allem beim Autofokus setzt Sony auf Funktionen, die bislang vor allem aus den Alpha-Systemkameras bekannt sind.
Sony

Mehr Möglichkeiten auch für Videos

Nicht nur Fotografen sollen von der neuen Kamera profitieren. Videos zeichnet die RX10 V in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde über die gesamte Sensorbreite auf. Zeitlupen gelingen außerdem mit 4K bei 120 Bildern pro Sekunde, wobei dabei ein Bildausschnitt genutzt wird. Hinzu kommen 10-Bit-4:2:2-Aufzeichnung, Unterstützung für S-Log3 sowie eigene LUTs für die Farbgestaltung. Über USB-C kann die Kamera außerdem direkt als Webcam oder für Livestreams genutzt werden.

Auch äußerlich hat Sony einige Änderungen vorgenommen. Das Gehäuse orientiert sich stärker an aktuellen Alpha-Kameras. Neu sind unter anderem ein Joystick zur Steuerung des Autofokus und ein überarbeitetes Bedienkonzept. Gleichzeitig verwendet die RX10 V nun den größeren NP-FZ100-Akku, der laut Sony rund 50 Prozent mehr Kapazität bietet als das bisherige Modell. Dadurch steigt die mögliche Zahl der Aufnahmen pro Akkuladung deutlich. Auf einen eingebauten Blitz und den integrierten ND-Filter verzichtet Sony allerdings.

Hoher Preis zum Marktstart

Mit ihrem großen Zoombereich spricht die RX10 V vor allem Menschen an, die flexibel bleiben möchten. Wer auf Reisen ist, Tiere beobachtet oder regelmäßig Sport fotografiert, kann viele unterschiedliche Motive mit nur einer Kamera aufnehmen. Das erspart den Wechsel zwischen verschiedenen Objektiven und reduziert gleichzeitig das Gepäck. Der größere Sensor im Vergleich zu klassischen Kompaktkameras soll außerdem für eine bessere Bildqualität sorgen.

Ganz günstig fällt der Einstieg allerdings nicht aus. Hierzulande startet die RX10 V laut Sony für 2.500 Euro. Damit liegt sie deutlich über dem Einführungspreis der RX10 IV aus dem Jahr 2017, damals knapp 2.000 Euro. Ob sich die umfangreichen technischen Neuerungen für Interessierte auszahlen, dürfte deshalb auch vom persönlichen Einsatzgebiet abhängen. Wer möglichst viel Flexibilität in einer einzigen Kamera sucht, erhält mit der RX10 V jedoch eine deutlich modernisierte Neuauflage der langjährigen Superzoom-Serie.

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