Nach dem schweren Olympia-Crash gibt es ein neues Update zu Bob-Pilot Jakob Mandlbauer. Der 27-jährige Steirer wurde am Sonntagnachmittag mit der Flugambulanz von Treviso nach Salzburg überstellt und dort ins Unfallkrankenhaus gebracht. Am Montag steht die Untersuchung bei einem Wirbelsäulenspezialisten an.
Mandlbauer war am Samstag im Viererbob bei rund 115 km/h im Eiskanal gestürzt. Der Schlitten kippte, das Quartett rutschte kopfüber die pickelharte Bahn entlang. Während seine drei Anschieber den Bob eigenständig verlassen konnten, wurde der Pilot nach einigen Minuten auf einer Trage geborgen.
Im Codovilla-Krankenhaus war zunächst eine umfassende Erstuntersuchung erfolgt. Wegen einer Bandscheibenproblematik auf Höhe C5/C6 wurde Mandlbauer zur weiteren Überwachung ins Spital von Treviso verlegt. "Die Verlegung dient ausschließlich der weiteren medizinischen Überwachung, um jedes Risiko auszuschließen", erklärte Dr. Bernhard Unterkofler, Chief Medical des Österreichischen Olympischen Comités.
Am Sonntag hatte Verbands-Vorstand Manfred Maier bereits Entwarnung in vorsichtiger Form gegeben. "Jakob geht es den Umständen entsprechend gut, er wird top betreut. Er ist aber noch zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus."
Nun folgte der Transport nach Österreich. Vor dem Abflug waren umfassende Drucktests an Armen und Beinen sowie eine Schmerztherapie durchgeführt worden. Der Steirer trägt weiterhin eine Halskrause, konnte aber bereits wieder selbständig aufstehen. "Ich war und bin bestens betreut."
Am Montag wird Mandlbauer in Salzburg von einem Wirbelsäulenspezialisten untersucht. "Dann geht es hoffentlich bald nach Hause!"