Schock im Pokalfinale! Der ehemalige Dortmund-Tormann Roman Bürki (35) wurde beim Endspiel des US Open Cups schwer am Kopf getroffen. Nach einem heftigen Zusammenprall musste der Schweizer minutenlang auf dem Rasen behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Währenddessen feierte sein Klub St. Louis City den Titelgewinn.
Die dramatische Szene ereignete sich in der 70. Minute des Finales gegen Columbus Crew. Bürki prallte mit Gegenspieler Anass Zaroury (25) zusammen und bekam dabei dessen Knie gegen den Kopf. Sofort eilten die medizinischen Betreuer auf den Platz.
Nach minutenlanger Behandlung wurde der ehemalige Bundesliga-Keeper auf einer Trage vom Feld gebracht und später ins Krankenhaus eingeliefert. Immerhin gab es erste vorsichtige Entwarnung: Bürki war bei Bewusstsein und konnte den Fans beim Abtransport sogar zuwinken. Sein Verein teilte außerdem mit, dass der Schweizer Gefühl in allen Armen und Beinen habe.
Für Bürki kam Ersatzmann Ben Lundt (31) ins Spiel – und der wurde wenig später zum großen Pokalhelden. Das Finale musste im Elfmeterschießen entschieden werden. Dort parierte Lundt gleich den ersten Versuch von Columbus-Spieler Santiago Rodríguez. St. Louis setzte sich schließlich mit 5:3 durch und holte den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte.
Der Triumph wurde allerdings von den Sorgen um Bürki überschattet. Der Schweizer steht seit 2022 bei St. Louis unter Vertrag und wurde bereits in seiner ersten MLS-Saison zum besten Tormann der Liga gewählt. In der laufenden Spielzeit absolvierte er bislang 33 Partien.
In Europa ist Bürki vor allem aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund bekannt. Nach seinem Wechsel vom SC Freiburg spielte er sieben Jahre für den BVB und gewann 2017 sowie 2021 den DFB-Pokal. Nun bleibt zu hoffen, dass der 35-Jährige nach dem heftigen Zusammenprall bald wieder auf die Beine kommt. Eine genaue Diagnose wurde zunächst nicht bekannt.