Ein riskantes Abenteuer auf der zugefrorenen Ostsee ist für ein deutsches Paar dramatisch zu Ende gegangen. Die beiden Camper hatten zwischen Finnland und Schweden auf dem Eis übernachtet, als am frühen Morgen plötzlich die Fläche unter ihrem Zelt einbrach.
Wie der finnische Grenzschutz bestätigt, verloren die beiden dabei fast ihre gesamte Ausrüstung im eiskalten Wasser. In letzter Sekunde konnten sie sich auf eine stabile Eisscholle retten. Dort setzten sie per Funkbake einen Notruf ab und machten mit einem aus Eisbrocken geformten SOS auf sich aufmerksam.
Die Wetterverhältnisse waren für die schwedischen und finnischen Suchtrupps eine Herausforderung. Fünf Stunden lang harrten die Deutschen auf der Scholle aus, ehe ein Rettungshubschrauber sie schließlich entdeckte und barg. Beide waren stark unterkühlt, blieben aber ansonsten unverletzt.
In finnischen Medien werden der Mann und die Frau als "sehr erfahren und gut vorbereitet" auf ihren Extrem-Trip beschrieben. Ihr Plan war es, die Ostsee zwischen Oulu in Finnland und Luleå in Schweden auf Skiern zu überqueren. Luftlinie sind das knapp 140 Kilometer.
Gestartet waren sie bereits am 9. März. Ausgerechnet an diesem Tag hatte die finnische Küstenwache eine Warnung ausgegeben, die die beiden wohl besser beachtet hätten: "Das Meereis schmilzt. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich auf dem Eis bewegen."