Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump gelten offiziell nicht mehr als liberale Demokratie. Das geht aus dem Demokratiebericht 2025 des V-Dem-Instituts der schwedischen Universität Göteborg hervor.
Im Demokratie-Index rutschten die USA innerhalb nur eines Jahres vom 20. auf den 51. Platz ab. Die Forscher sprechen von einer "raschen und aggressiven Konzentration der Macht im Präsidentenamt".
Wie "n-tv.de" berichtet, war die Demokratie 2025 in fast jedem vierten Land weltweit auf dem Rückzug. Den größten globalen Rückgang stellten die Forscher bei der Meinungsfreiheit fest. Auch Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung seien in vielen Ländern zunehmend in Gefahr.
"Die US-Regierung untergräbt institutionalisierte Kontrollmechanismen, politisiert den öffentlichen Dienst und die Aufsichtsbehörden und schüchtert die Justiz ein", heißt es im Bericht. Dazu kämen Angriffe auf Presse, Wissenschaft und Bürgerrechte.
Weltweit gab es Ende 2025 laut den Forschern 92 Autokratien und 87 Demokratien. Rund 74 Prozent der Weltbevölkerung – etwa 6 Milliarden Menschen – leben demnach in Autokratien. Nur sieben Prozent der Weltbevölkerung leben in liberalen Demokratien.
Österreich zählt laut dem Bericht weiterhin zu diesen liberalen Demokratien. In Westeuropa und Nordamerika insgesamt befinde sich der Zustand der Demokratie jedoch auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als 50 Jahren.
Auf den vorderen Plätzen des Index landeten Dänemark, Schweden und Norwegen. Deutschland belegte Platz 15.