Mitte Mai sorgte ein ungewöhnlicher Passagier für Aufsehen: Der humanoide Roboter Stewie nahm auf einem Linienflug der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines von Las Vegas nach Dallas Platz. Der Roboter reiste mit seinem Begleiter Aaron Mehdizadeh und verhielt sich während des Flugs unauffällig.
Stewie erhielt sogar ein eigenes Ticket, wie es auch für zerbrechliche Gegenstände wie Hochzeitskleider üblich ist. Der Roboter war mit einem kleineren Akku ausgestattet, um die Sicherheitskontrolle zu passieren. Für die anderen Passagiere verlief der Flug ereignislos.
Wie t-online unter Berufung auf CBS News berichtet, reagierte die Airline jedoch zwei Tage nach dem Flug und verbot als erste große Fluglinie weltweit humanoide Roboter an Bord.
Southwest Airlines begründete das Verbot mit den potenziellen Risiken, die von Lithium-Ionen-Akkus ausgehen, darunter die Gefahr von Kurzschlüssen und Überhitzung.
Mehdizadeh äußerte Zweifel an der Begründung der Fluglinie. Gegenüber dem US-Sender CBS erklärte er: "Es ist keine Frage der Batterie, denn die Batterie, die wir verwendet haben, ist im Grunde eine Laptop-Batterie." Solche Batterien seien normalerweise nicht vom Verbot betroffen.
Ein humanoider Roboter ist eine Maschine, deren Körperbau und Bewegungen dem Menschen nachempfunden sind. Durch künstliche Intelligenz können diese Roboter gehen, greifen und sich flexibel an ihre Umgebung anpassen.
Mehdizadeh hofft nun, dass Southwest das Verbot noch einmal überdenkt und humanoiden Robotern in Zukunft wieder das Fliegen erlaubt.