Am Dienstag beginnt in Linz ein aufsehenerregender Prozess um mutmaßlichen Sozialbetrug in Millionenhöhe. Drei Bauunternehmer müssen sich vor Gericht verantworten. Laut Anklage sollen sie der Sozialversicherung einen Schaden von rund 3,8 Millionen Euro zugefügt haben.
Den Angeklagten - ein Ehepaar und ein weiterer Mann - drohen im Fall einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.
Der Vorwurf wiegt schwer: Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen mehr als 4.000 Arbeiter aus dem Ausland bei der Sozialversicherung angemeldet und kurz darauf wieder abgemeldet worden sein, es gilt die Unschuldsvermutung.
Durch diese Schein-Anmeldungen hätten die Unternehmer laut Anklage die Sozialversicherung um Dienstgeberbeiträge gebracht, die eigentlich zu bezahlen gewesen wären.
Aufgedeckt wurde der Fall durch Baustelleninspektionen in der Steiermark. Dabei fielen den Behörden Unregelmäßigkeiten auf. Einige Arbeiter legten zudem gefälschte Papiere vor - so wurden die Ermittler auf das Trio aufmerksam.
In weiterer Folge standen die Beschuldigten unter behördlicher Überwachung und Beobachtung.
Die drei Angeklagten haben sich bisher nicht geständig gezeigt.