Wer in Österreich Sozialhilfe bezieht, muss gewisse Auflagen erfüllen. Werden diese nicht eingehalten, kann das Geld gekürzt werden. Genau das ist in Vorarlberg im Vorjahr deutlich häufiger passiert als noch 2024: Insgesamt wurde die Sozialhilfe in 834 Fällen gekürzt – ein Anstieg von 15 Prozent.
Besonders betroffen waren geflüchtete Menschen: Rund die Hälfte der Kürzungen traf auf diese Gruppe zu. Bevor es überhaupt zu einer Kürzung kommt, gibt es allerdings eine Ermahnung. Diese wurde im Vorjahr 586 Mal ausgesprochen.
Hauptgründe für die Maßnahmen waren die Weigerung, eine Arbeit aufzunehmen oder an Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen. In 77 Fällen wurden auch Pflichtverletzungen bei der Integration festgestellt, etwa durch das Fernbleiben von Deutsch- oder Wertekursen.
Bundesweit wird unterdessen über eine Reform der Sozialhilfe diskutiert. Beim Land rechnet man aber nicht mit schnellen Ergebnissen. Die Gespräche zwischen Bund, Ländern und Gemeinden laufen, ein Beschluss wird frühestens gegen Jahresende erwartet.