Rekord-IPO am Freitag

SpaceX-Börsengang: Das müssen Anleger wissen

Der Börsengang von SpaceX könnte alle Rekorde brechen. Bis zu 30 Prozent der Aktien gehen an Privatanleger - doch Experten warnen.
Newsdesk Heute
09.06.2026, 19:56
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Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk steht kurz vor dem mit Spannung erwarteten Börsengang an der Nasdaq.

Der IPO am Freitag (12. Juni) könnte sämtliche Börsengänge der Geschichte in den Schatten stellen - mit einer angestrebten Bewertung von 1,765 Billionen Dollar.

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Bemerkenswert: Bis zu 30 Prozent der angebotenen Aktien sollen direkt an Privatanleger ausgegeben werden.

"Ein historisch einmaliger Schritt", erklärt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, liegt der geplante Ausgabepreis bei 135 Dollar pro Aktie. Ob eine Zuteilung auch über heimische Broker möglich ist, hängt von den jeweiligen Zugangsvereinbarungen ab.

Zeichnung ist kein Kaufvertrag

"Eine Zeichnung ist kein Kaufvertrag, sondern lediglich ein Wunschauftrag", warnt Tüngler. Bei stark überzeichneten Emissionen entscheidet das Unternehmen gemeinsam mit den beteiligten Banken über die Zuteilung. Wer 1.000 Stück zeichnet, könnte am Ende nur 20 oder gar keine erhalten.

Banken bevorzugen in der Praxis traditionell Stammkunden, vermögende Privatkunden und langfristig orientierte Anleger gegenüber kurzfristigen Spekulanten.

Bewertung wirft Fragen auf

Experten heben hervor, dass die angestrebte Rekord-Bewertung noch Fragen aufwirft. Sie basiert stärker auf Zukunftsvisionen wie Rechenzentren im Weltall als auf bestehenden Umsätzen etwa mit dem Satellitennetzwerk Starlink.

"Ein großartiges Unternehmen bedeutet nicht zwangsläufig auch eine großartige Investition", sagt Jay Ritter, Spezialist für Börsengänge an der University of Florida. "Wenn die Bewertung zu hoch angesetzt ist, wird sie irgendwann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt."

Warnung vor FOMO

Tüngler mahnt zur Vorsicht: "Dieser Börsengang läuft nach dem Motto All-in auf Elon Musk. Es ist durchaus eine hohe Rendite möglich, aber es gibt ein hohes Risiko und das Ganze ist eine Wette auf die Zukunft."

Die sogenannte FOMO - die Angst, etwas zu verpassen - sei einer der "gefährlichsten Anlegerfehler überhaupt". Das Deutsche Aktieninstitut empfiehlt, einen langfristigen Anlagehorizont zu wählen und breit gestreut zu investieren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.06.2026, 19:56
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