Trotz einer 1:2-Pleite gegen Japan konnten sich die Spanier das Achtelfinalticket bei der Weltmeisterschaft in Katar sichern. Am Ende machte die klar bessere Tordifferenz der "Furia Roja" den Unterschied. Mitfavorit Deutschland muss die Koffer packen und scheidet überraschend nach der Gruppenphase aus. Der DFB-Elf reichte ein 4:2-Sieg gegen Costa Rica nicht, letztlich fehlten fünf weitere Tore, um den Aufstieg zu fixieren.
Die Spanier zeigten sich trotz des Aufstiegs selbstkritisch. "Ich bin nicht glücklich, obwohl wir uns qualifiziert haben. Japan hat uns in wenigen Minuten komplett demontiert. Wir sind zusammengebrochen, und wenn sie noch zwei Tore hätten erzielen müssen, dann hätten sie dies auch getan", kritisierte Trainer Luis Enrique seine Mannschaft.
Doch der Aufstieg des Weltmeisters von 2010 war alles andere als ungefährdet. Zwischenzeitlich drohte den Spaniern ebenfalls das Turnier-Aus. Als man gegen Gruppensieger Japan in Rückstand geriet, erzielte Costa Rica im Parallelspiel gegen Deutschland die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Hätten die Zentralamerikaner das 2:1 über die Zeit gebracht, hätten die Spanier ebenfalls die Heimreise antreten müssen.
Enrique reagierte nach dem Schlusspfiff überrascht über den knappen Einzug. "Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich einen Herzinfarkt bekommen“, sagte der 52-Jährige. Der Teamchef habe das drohende Aus "gar nicht mitbekommen".
Die Tabellensituation in der Gruppe E änderte sich in 90 Minuten siebenmal. Letztlich durften die Japaner über den überraschenden Gruppensieg jubeln, Spanien ist als Gruppenzweiter ebenfalls weiter.
Japan trifft am kommenden Montag (16 Uhr) auf Kroatien, Spanien muss am Dienstag (16 Uhr) gegen Marokko ran.