"Österreich ist eine sehr aggressive Mannschaft, sehr zielstrebig", erklärte der spanische Teamchef am Mittwoch bei der Pressekonferenz in Los Angeles. "Uns erwarten viele Zweikämpfe, dafür werden wir bereit sein."
Besonders beeindruckt zeigt sich der 65-Jährige von der Entwicklung des ÖFB-Teams. "Die österreichische Schule steht für Disziplin, Kraft, physische Stärke und eine gewisse Lufthoheit. Das haben sie mit dem Nationalteam weiterentwickelt. Sie spielen zunehmend intensiver."
Der Respekt vor Österreichs Team ist offenbar so groß, dass sich Spanien auch auf ein mögliches Elfmeterschießen genauestens vorbereitet hat. "Einen Elfmeter zu schießen ist nichts Zufälliges, wir haben auch dafür Spezialisten", gestand De La Fuente.
Entscheidend sei dabei vor allem die mentale Stärke. "Man muss den psychologischen Aspekt berücksichtigen. Für manche ist es schwierig, andere lieben es, wenn sie unter Druck stehen. Wir wollen, dass alle frisch sind im Kopf", so der Spanier.
Vor allem das aggressive Pressing von Rangnicks Mannschaft sei Spanien nicht entgangen. "Das haben sie nicht nur bei dieser WM gezeigt, sondern schon davor in vielen Spielen. Sie haben auch die richtigen Spieler dafür. Dieser Stil passt wunderbar zu ihnen", lobte de la Fuente.
In gewisser Weise sieht der Trainer auch ein Duell der Widersätze. "Wir werden sehen, welcher der sehr gegensätzlichen Ansätze sich durchsetzen wird", meinte der Coach.
Von den zahlreichen Überraschungen dieser Weltmeisterschaft lässt sich de la Fuente nicht beirren. "Es gibt viele Gegner, die gleichwertig sind. Man muss viele verschiedene Situationen meistern."