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Spionage-Alarm! Bundesheer sucht nach 21 Russen in Wien

Das Bundesheer schlägt Spionage-Alarm: Gesucht werden Hinweise auf 21 mutmaßliche russische Agenten, die in Wien als Diplomaten getarnt waren.
Newsdesk Heute
13.08.2026, 09:25
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Das Verteidigungsministerium schlägt intern Alarm. In einer dringlichen Nachricht an alle Soldaten, die "Heute" vorliegt, sucht das Bundesheer nach Hinweisen auf 21 Personen, die unter diplomatischer Tarnung für russische Geheimdienste tätig gewesen sein sollen.

Erst wenige Tage zuvor waren Namen und teilweise Fotos der mutmaßlichen Spione in deutschen Medien aufgetaucht. Nun will das Bundesheer wissen, ob die Männer versucht haben könnten, Kontakte zu Soldaten aufzubauen und so an Informationen zu gelangen.

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"Sollte Ihnen eine oder mehrere dieser Personen bekannt sein oder mit Ihnen Kontakt aufgenommen haben, werden Sie ersucht, dies über die Meldestelle Spionage als Beitrag zur Spionageabwehr dem Abwehramt mitzuteilen", heißt es in der Nachricht.

Die Namen und Bilder stammen aus der Datenbank Rupep.org des russischen Oppositionsmediums "Agentstvo". Österreichische Nachrichtendienste stufen die Informationen als glaubwürdig ein. Die deutsche "Bild" übersetzte die Namen, Funktionen und angeführten Verbindungen der Betroffenen.

Acht Personen an russischer Botschaft

Unter den Genannten befinden sich acht Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien. Berater Jewgeni Ambrosij sowie die Attachés Alexander Solobow, Alexander Palojan und Dmitri Fedorow sollen Verbindungen zum russischen Auslandsgeheimdienst SWR haben. Als Hinweise werden unter anderem Wohnadressen, Einkünfte von Einrichtungen des SWR sowie die Tätigkeit von Fedorows Ehefrau in einem dem Geheimdienst unterstellten Kindergarten genannt.

Alexander Golowaschkin, Alexei Fokin und Stanislaw Alexandridi werden dagegen mit dem Militärgeheimdienst GRU in Verbindung gebracht. Dabei werden unter anderem GRU-Adressen, familiäre Verbindungen und Registrierungen bei militärischen Einheiten angeführt. Attaché Dmitri Kramarew soll wiederum Verbindungen zum FSB haben und früher im Forschungszentrum "Atlas" gearbeitet haben.

Diese Personen sollen für Russland spioniert haben.
Bundesheer

Sieben Namen aus der OSZE

Auch sieben russische Mitarbeiter bei der OSZE in Wien stehen auf der Liste. Anton Momatiuk, Vitali Koslow, Sergei Kildjaschow und Alexei Silantjew werden mögliche Verbindungen zum GRU zugeschrieben. Als Hinweise gelten vor allem Registrierungen und Wohnadressen bei Einrichtungen des russischen Militär- und Sicherheitsapparats.

Wladimir Krawtschenko soll früher im 4. Forschungszentrum des russischen Verteidigungsministeriums tätig gewesen sein. Sergei Ryschkow soll in der Einheit 22280 gedient und Adressen des Generalstabs sowie des Verteidigungsministeriums genutzt haben. Auch bei Ruslan Schischin werden entsprechende Adressen sowie jene einer Militärakademie genannt.

Hast du Hinweise dazu? Oder kennst du eine dieser Personen? Dann melde dich unter [email protected]!

Verdachtsfälle bei IAEA und UNO

Bei der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA werden Igor Cholodnikow, Sergei Berezyn und Grigorij Kriwenko angeführt. Bei allen drei werden mögliche Verbindungen zum GRU genannt. Als Hinweise gelten unter anderem die Adresse des GRU-Hauptquartiers, eine Registrierung bei einer Spezialkommunikationseinheit und Verbindungen zur GRU-Universität.

Auch Artjom Ratzko und Alexander Zajarnyj, die bei den Vereinten Nationen beziehungsweise der UNIDO tätig sind, werden mögliche GRU-Verbindungen zugeschrieben. Ratzko soll unter anderem die Adresse des Generalstabs genutzt haben, Zajarnyj jene der GRU-Universität.

Wien als Spionage-Drehscheibe

Wien gilt aufgrund seiner geografischen Lage seit Jahrzehnten als eine der wichtigsten Drehscheiben internationaler Geheimdienste. Auffällig sind dabei die großen Personalstände verschiedener diplomatischer Vertretungen.

Allein in der russischen Vertretung im dritten Wiener Gemeindebezirk soll eine dreistellige Zahl an Verbindungsleuten Moskaus Österreich ausspionieren. Ziel der Geheimdienstler soll es sein, Informationen über Politiker, Firmenchefs und Russland-Kritiker zu sammeln und nach Moskau zu übermitteln.

Mit der Nachricht an seine Soldaten will das Bundesheer nun herausfinden, ob die genannten Personen bereits Kontakte innerhalb des österreichischen Militärs geknüpft haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 13.08.2026, 09:25