Auch in der niederösterreichischen Wirtschaftskammer ist man der Meinung, dass die Spritpreise gebremst gehören. Hier ist man jedoch der Meinung, dass der Staat bei seinen Steuern ansetzen, und nicht in die Margen der Unternehmen einzugreifen hat. "Staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung bleiben ein Tabubruch", betont Niederösterreichs Wirtschaftskammerpräsident Wolfgang Ecker.
Beate Färber-Venz, Obfrau der NÖ Sparte Transport und Verkehr, fordert die Einführung eines steuerlich entlasteten Gewerbediesels. "Wer für seine Arbeit auf Fahrzeuge angewiesen ist, braucht spürbare Entlastung", so Färber-Venz. Für sie ist klar, dass besonders Unternehmen die Österreichs Versorgungssicherheit gewährleisten, nicht weiter unter Druck gesetzt werden dürfen.
Verlässliche Rahmenbedingungen und freier Wettbewerb sollen zusammen mit runtergesetzten Steuern Unternehmen entlasten. Auch sie ist der Meinung, dass die Regierung die Hände von den Margen lassen soll.
Wie stark solche Eingriffe kleine Betriebe treffen, zeigt Oliver Eisenhöld, Fachgruppenobmann des Energiehandels in Niederösterreich, auf. Viele private Tankstellenbetreiber würden die 3,5 Cent pro Liter aus der Margenbegrenzung bei Importware nicht von ihren Vorlieferanten zurückerhalten.
Aufgrund des Marktdrucks müssten sie ihre Preise dennoch entsprechend senken und die Differenz selbst tragen. Die Entlastung der Kunden gehe somit auf Kosten kleiner Betriebe, kritisiert Eisenhöld.