Nagel-Opfer (8) aus NÖ

"Mama, stell dir vor, ich hätte das Zuckerl gegessen"

Halloween-Schock in Mannersdorf: Eine Mutter entdeckt zwei Nägel in den Süßigkeiten ihres Sohnes (8). Auch ein Mädchen (9) findet Schrauben.
05.11.2026, 05:15
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Was als lustiger Halloween-Abend begann, endet für zwei Familien aus Mannersdorf (Bruck an der Leitha) mit einem gewaltigen Schock! In den gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder tauchten gefährliche Metallgegenstände auf. Ein achtjähriger Bub entging womöglich nur knapp einer Verletzung. Auch ein neunjähriges Mädchen machte eine erschreckende Entdeckung.

Mutter findet gleich zwei Nägel in Süßigkeiten

Am Halloween-Abend war Theresa B. gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn durch Mannersdorf gezogen. Der Bub sammelte fleißig Süßigkeiten und freute sich über seine Ausbeute. Doch zu Hause folgte der Schock.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie jedes Jahr kontrollierte die Mutter die gesammelten Naschereien auf Mindesthaltbarkeitsdatum und mögliche Manipulationen. Dabei entdeckte sie diesmal in einem Schokolade-Zuckerl und einem Kaubonbon jeweils einen rund 1,5 Zentimeter langen Nagel! "Das ist ein Wahnsinn! Wie grausam kann man zu Kindern sein?", zeigt sich die Mutter im "Heute"-Gespräch erschüttert. Beim Anblick der gefährlichen Fremdkörper wurde ihr sofort schlecht.

"Mama, stell dir vor, ich hätte das gegessen"

Besonders schlimm: Ihr achtjähriger Sohn saß direkt neben ihr, als sie die Nägel entdeckte. Die Mutter versuchte ihm zu erklären, dass er seine Süßigkeiten-Beute nicht essen dürfe, weil jemand ihm Nägel hineingesteckt hatte. Doch der Bub konnte nicht verstehen, warum jemand Kindern so etwas antun würde. "Mama, warum gibt es so böse Menschen? Mama, stell dir vor, ich hätte das gegessen", fragte er seine Mutter.

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Die Familie ist erst heuer nach Mannersdorf gezogen. Dass ausgerechnet die erste Halloween-Zeit in der neuen Heimat von solchen Erlebnissen überschattet wird, macht die Sache besonders bitter.

Polizei soll jetzt alle Süßigkeiten untersuchen

In einer Schulgruppe in den sozialen Medien wurde ebenfalls über die gefährlichen Funde gesprochen. Eine andere Mutter nahm daraufhin Kontakt mit der Polizei auf. Laut Theresa B. erhielt diese den Rat, sämtliche gesammelten Süßigkeiten in einen Sack zu packen und zur Polizei zu bringen. Nicht nur die beiden Naschereien mit den Nägeln sollen untersucht werden.

Es soll auch ausgeschlossen werden, dass sich andere gefährliche Stoffe in den Süßigkeiten befinden. Noch am Mittwochnachmittag, 4. November, machte sich die besorgte Mama auf den Weg zur Polizei, um Anzeige zu erstatten.

Mädchen (9) hört plötzlich Metall klirren

Doch damit nicht genug! Auch eine zweite Familie aus Mannersdorf berichtet von einem erschreckenden Fund. Am Montagabend, 2. November, wollte sich eine Neunjährige eines der zu Halloween gesammelten Fruchtgummi-Säckchen in eine Schüssel leeren. Plötzlich hörte sie ein metallisches Klirren.

Die Tochter fand Schrauben in ihren Halloween-Süßigkeiten.
privat

Als das Mädchen nachsah, entdeckte es zwei kleine Schrauben in dem Säckchen. Die Metallteile sollen etwa zwei Millimeter hoch gewesen sein. Völlig aufgelöst lief die Neunjährige weinend zu ihrem Papa. Der Vater zeigt sich gegenüber "Heute" entsetzt: "Das kann überall passieren, die Leute werden immer kranker!" Wer die Schrauben in das Säckchen gegeben hat, ist derzeit unklar.

Bereits 15 Fälle in ganz Österreich bekannt

Die neuen Schilderungen aus Mannersdorf passen zu einer beunruhigenden Serie von Halloween-Vorfällen. Mittlerweile (Stand 14.30 Uhr am Mittwoch) waren österreichweit bereits 15 Fälle von manipulierten Süßigkeiten offiziell bekannt (6 Stmk., 4 NÖ, 4 OÖ, 1 Sbg.). Die Ermittler prüfen sogar mögliche internationale Verbindungen, heißt es. Eine brutale Online-Szene steht dabei ebenfalls im Visier.

"Eltern sollen alle Halloween-Süßigkeiten, die extern reingebracht wurden, kontrollieren“, sagte BKA-Sprecher Heinz Holub-Friedreich zu "Heute".

Für den Achtjährigen aus Mannersdorf soll Halloween trotz des Schreckens nicht nur in schlechter Erinnerung bleiben. Seine Mutter hat bereits eine Idee, um ihrem Sohn eine Freude zu machen: Die beiden werden demnächst gemeinsam zu einem Supermarkt gehen. Dort darf sich der Bub seinen orangefarbenen Plastik-Kürbiskübel wieder mit Süßigkeiten vollfüllen – originalverpackt und nicht manipuliert.

VF, 05.11.2026, 05:15