Millionenpleite in Niederösterreich! Über das Vermögen der Wagner Dressage Horses GmbH wurde am Mittwoch, 4. November, am Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das bestätigt Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform.
Das Unternehmen ist auf die Zucht und den Verkauf hochwertiger Dressurpferde spezialisiert. Ein zweites Standbein ist der An- und Verkauf von Immobilien. Als geschäftsführende Gesellschafterin scheint laut Firmenbuch Dr. Susanna Wagner auf.
In die finanzielle Schieflage geriet die Firma vor allem durch gestiegene Kosten und Verzögerungen bei geplanten Immobilienverkäufen. Dadurch fehlte schließlich das nötige Geld, um die laufenden Ausgaben zu bezahlen.
Gespräche mit potenziellen Investoren und Kapitalgebern brachten keine Lösung. Der Gang zum Insolvenzgericht war damit nicht mehr abzuwenden.
Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 10,3 Millionen Euro. Insgesamt sind 22 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen keine. Trotz der Millionenpleite soll der Betrieb fortgeführt werden. Geplant ist ein Sanierungsplan, der den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent bietet. Sie sollen somit ein Fünftel ihrer anerkannten Forderungen zurückerhalten.
Gläubiger können ihre Forderungen noch bis zum 2. Dezember 2026 anmelden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 16. Dezember am Landesgericht Korneuburg statt.
Am 27. Jänner 2027 wird es dann ernst: An diesem Tag sollen die Gläubiger über den Sanierungsplan abstimmen. Ob die Pferde-Firma damit den Weg aus der Millionenpleite schafft, ist noch offen.