Die VPNÖ schießt scharf gegen Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) und wirft ihm mangelnde Praxisnähe sowie zusätzliche Bürokratie an Schulen vor. Seine "Bürokratiemonster" sorgen für Ärger und eine ungerechte Verteilung von Ressourcen.
"Halloween ist vorbei, aber Bildungsminister Wiederkehrs Bürokratiemonster treibt in der Bildungspolitik nach wie vor sein Unwesen", kritisieren VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner und Bildungssprecher René Lobner.
Statt praxistauglicher Lösungen liefere der Minister bisher vor allem Ankündigungen. Zauner fordert, das Regierungsprogramm umzusetzen und Schulen nicht mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten.
Besonders kritisch sieht die ÖVP die Verteilung des Chancenbonus. Im Rahmen dieses Förderprogramms sollen Schulen zusätzliches Personal erhalten. Laut ÖVP entfallen auf Wien Personalressourcen im Ausmaß von 500 Vollzeitstellen, auf Niederösterreich hingegen nur 38. Dabei habe Niederösterreich doppelt so viele Schulen wie die Bundeshauptstadt.
"Ein Chancenbonus muss echte Chancen schaffen und darf nicht zu einem Bonus für die Bundeshauptstadt werden", betont Lobner. Er fordert außerdem den Erhalt der Sonderschulen sowie die Wiedereinführung einer spezifischen sonderpädagogischen Ausbildung.
Auch der kürzlich eingeführte Bildungskompass stößt auf Unverständnis. Die Darstellung der Schuldaten sei laut Lobner "irreführend". Schulen würden in Leistungsdrittel eingeteilt, ohne die jeweiligen Vergleichsgrundlagen ausreichend transparent zu machen.
Die NÖ Landeslehrervorsitzende Claudia Andre kritisiert zudem die geplante Ausgestaltung des Mittleren Managements. Davon würden insbesondere größere Schulen ab 14 Klassen profitieren. Kleinere Standorte und ländliche Regionen könnten dadurch benachteiligt werden.