"Pflegeausbildung Vietnam"

NÖ will 110 weitere Pflegekräfte aus Vietnam holen

Niederösterreich baut die Kooperation mit Vietnam bei der Ausbildung von Pflegekräften aus und holt weitere 110 Studierende ins Land.
04.11.2026, 16:26
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Das niederösterreichische Projekt zur Ausbildung von Pflegekräften aus Vietnam läuft seit dem Jahr 2023. Nun wurde über die Verlängerung dieses Projektes gesprochen. Konkret ging es um die Zukunft der Kooperation und die Rolle internationaler Pflegekräfte bei der Sicherung der Pflegeversorgung in Niederösterreich.

Mit dabei waren Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, IMC-Krems-Professor Markus Golla und Elisabeth Bräutigam von der NÖ Landesgesundheitsagentur. "Diese internationale Kooperation ist eine Unterstützung und Entlastung für unsere heimischen Pflegekräfte, die das Rückgrat der Pflege in Niederösterreich bilden und tagtäglich für Sicherheit, Zuwendung, menschliche Nähe und bestmögliche Betreuung sorgen", betont Teschl-Hofmeister.

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Rund 1,7% Der Pflegekräfte in NÖ kommen aus Vietnam

Die Pflegekräfte aus Vietnam sollen dazu beitragen, dass das Pflegesystem auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Derzeit sind in Niederösterreich 69 Pflegekräfte in Einsatz, die Teil dieses Projekts sind. Nun sollen 110 neue Studierende nachkommen. Dabei wird bewusst auf kleine Gruppen gesetzt, um die Qualität der Ausbildung zu gewährleisten.

Kritik an falscher Schwerpunktsetzung und Kurswechsel der FPÖ

Landesrat und SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich kritisiert dieses Vorhaben nun. "Wir brauchen dringend mehr Pflegekräfte in Niederösterreich. Aber bevor wir Steuer-Millionen dafür ausgeben, Menschen vom anderen Ende der Welt anzuwerben, sollten wir endlich dafür sorgen, dass jene, die bereits in der Pflege arbeiten oder diesen Beruf ergreifen wollen, vernünftige Bedingungen vorfinden", betont Hergovich.

Besonders kritisch sieht Hergovich die Gefahr, dass teuer angeworbene und ausgebildete Pflegekräfte Niederösterreich in Richtung anderer Bundesländer gleich wieder verlassen. Konkret hebt er dabei die besseren Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten.

Niederösterreich müsse endlich wieder ein Bundesland werden, in dem Pflegekräfte gerne arbeiten und auch langfristig bleiben, so Hergovich.

Deutliche Kritik übt Hergovich auch an der FPÖ, die bei der ursprünglichen Beschlussfassung noch gemeinsam mit der SPÖ gegen das Projekt gestimmt hatte, nun aber dessen Verlängerung und Ausweitung mitträgt. "Die FPÖ hat dieses Projekt ursprünglich abgelehnt und stimmt jetzt seiner Ausweitung zu. Offenbar werden – kaum in Regierungsposition – alle Grundsätze über Bord geworfen. Statt konsequent zu bleiben, agiert sie abermals als blaues Anhängsel der ÖVP NÖ", kritisiert der SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzende.

El , Akt. 04.11.2026, 16:38, 04.11.2026, 16:26
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