Eigentlich ging es im Gemeinderat von Korneuburg um die Neuorganisation der Essensversorgung in den Kindergärten. Doch ein Antrag der FPÖ sorgte für eine ausführliche Diskussion über gesunde Ernährung und Schweinefleisch auf dem Speiseplan.
Wie die "NÖN" berichtet, forderte FPÖ-Gemeinderat Hubert Keyl, dass in den Kindergärten künftig zweimal pro Woche Schweinefleisch serviert werden soll. Damit wolle man die regionalen Schweinebauern unterstützen.
SPÖ-Vizebürgermeisterin Bernadette Haider-Wittmann zeigte sich skeptisch. "Ich persönlich esse gerne Schweinefleisch", erklärte sie, "nur meine Kinder wollten es nicht unbedingt."
Viel wichtiger sei eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Unterstützung erhielt sie von Grünen-Gemeinderätin Elisabeth Kerschbaum, die fragte: "Und warum ist nicht Rind verpflichtend?"
ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp verwies auf die unterschiedlichen Geschmäcker der Kinder. Er versprach, den Wochenmenüplan genauer unter die Lupe zu nehmen. Konkrete Lebensmittel vertraglich vorzuschreiben, halte er jedoch nicht für sinnvoll.
Letztlich zog die FPÖ ihren Antrag zurück, nachdem zugesichert worden war, das Essensangebot künftig zu besprechen.
Die eigentliche Neuorganisation der Kindergartenverpflegung wurde einstimmig beschlossen. Weil das Landesklinikum Korneuburg die gestiegene Zahl an Essensportionen nicht mehr alleine bewältigen kann, soll künftig ein Teil der Mahlzeiten in der Behindertenhilfe Oberrohrbach zubereitet werden.
Obwohl das Essen dort um 60 Cent pro Portion teurer ist, bleibt der Preis für Eltern bei vier Euro. Die Mehrkosten übernimmt die Stadtgemeinde.