Du möchtest dir eine leckere Gemüsepfanne zubereiten, holst den Rosenkohl aus dem Kühlschrank und plötzlich fallen sie dir auf: kleine schwarze Punkte auf den grünen Blättern. Sind das bloß harmlose Verfärbungen oder steckt etwas dahinter, das besser nicht auf deinem Teller landen sollte?
Rosenkohl gehört zu den Klassikern der kalten Jahreszeit. Die kleinen Kohlköpfchen liefern reichlich Vitamin C, Ballaststoffe und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem ist das regionale Gemüse ziemlich robust und hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.
Frischen Rosenkohl erkennst du an seinen festen, geschlossenen Röschen und der kräftigen grünen Farbe: Werden die äußeren Blätter langsam gelblich, ist das zunächst kein Grund zur Panik. Das Gemüse hat dann zwar an Frische verloren, kann aber meist noch verarbeitet werden. Anders sieht es aus, wenn sich deutlich schwarze Flecken auf den Blättern zeigen.
Was zunächst wie ein kleiner Schönheitsfehler aussieht, kann auf einen Pilzbefall hindeuten. Eine mögliche Ursache ist die sogenannte Kohlschwärze. Sie wird durch Pilze der Gattung Alternaria ausgelöst und kann dunkle Flecken auf den Kohlblättern hinterlassen. Das Problem: Einige dieser Pilze können gesundheitsschädliche Schimmelpilzgifte bilden. Die Verbraucherzentralen raten deshalb zur Vorsicht.
Sind die schwarzen Stellen tatsächlich auf einen Pilzbefall zurückzuführen, solltest du den betroffenen Rosenkohl lieber entsorgen.
Allerdings muss nicht jede dunkle Stelle automatisch bedeuten, dass das Gemüse verdorben ist. Manchmal handelt es sich lediglich um Schmutz oder oberflächliche Verfärbungen auf den äußeren Blättern – diese lassen sich häufig entfernen. Am besten schaust du dir die Röschen deshalb genauer an: Entferne die äußeren Blätter und kontrolliere, ob der Rosenkohl darunter noch fest, grün und unauffällig aussieht.
Bleiben dunkle Flecken zurück, breiten sie sich aus oder lässt sich die Ursache nicht eindeutig erkennen, solltest du auf Nummer sicher gehen. Bei sichtbarem weißem oder bläulichem Schimmel, weichen Stellen oder unangenehmem Geruch gehört das Gemüse jedenfalls nicht mehr auf den Teller.
Damit die kleinen Röschen möglichst lange knackig bleiben, solltest du Rosenkohl kühl lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Für eine längere Aufbewahrung kannst du ihn auch einfrieren. Und falls dir das Gemüse manchmal schwer im Magen liegt, probiere es mit etwas Kümmel: Das Gewürz kann die Bekömmlichkeit verbessern.