Der Kampf um das heimische Tiefkühlgemüse nimmt gewaltig Fahrt auf! Nach der angekündigten Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) wächst die Sorge um Arbeitsplätze und die Zukunft der Marchfelder Bauern. Doch immer mehr Menschen wollen das Aus der regionalen Gemüseverarbeitung nicht einfach hinnehmen. Innerhalb von nur drei Tagen haben mehr als 70.000 Menschen eine Onlinepetition unterschrieben (Ziel sind 75.000).
Konkret waren es am Freitag knapp vor 15 Uhr bereits 71.085 Unterstützer. Die Petition wurde am Dienstag von Irene Lubomersky gestartet und richtet sich an die Bundesregierung sowie die niederösterreichische Landesregierung.
Hintergrund ist die geplante Schließung des Tiefkühlgemüsewerks in Groß-Enzersdorf im August 2027. Der belgische Konzern Ardo hat ein Hilfspaket von Bund und Land für den Weiterbetrieb bereits abgelehnt. Damit steht nicht nur die Zukunft der Beschäftigten auf dem Spiel, sondern auch jene zahlreicher Bauern im Marchfeld.
Ohne eine Verarbeitungsanlage in der Nähe könnte der Gemüseanbau für viele landwirtschaftliche Betriebe wirtschaftlich schwierig werden.
Die Initiatorin will deshalb die Politik zum Handeln bewegen. Ihre Forderung: "Sorgt dafür, dass das Gemüse aus dem Marchfeld auch nach der Schließung des Ardo-Werks in Österreich verarbeitet wird. Bund und Land müssen ein neues Werk oder einen Zusammenschluss der Bauern finanziell unterstützen."
Wie groß die Sorge um die Zukunft des Marchfelder Gemüses ist, zeigt der rasante Anstieg der Unterstützerzahlen. Ein Blick auf die Petitions-Seite zeigte: Alle 5 Sekunden unterschrieb ein weiterer besorgter Bürger die Liste.
Die Petition mit dem Titel "Weiterhin Tiefkühlgemüse aus dem Marchfeld" ist hier erreichbar.