Dichter Rauch, vermisste Personen und Verletzte in einem Hochhaus: Was nach einem dramatischen Feuerwehreinsatz klingt, war zum Glück nur eine Übung. Doch für die Feuerwehrjugend des Abschnitts Amstetten-Stadt wurde es richtig ernst. Bei der größten jährlich stattfindenden Jugendübung im Bezirk Amstetten mussten die Nachwuchs-Feuerwehrleute ihr Können unter Beweis stellen.
Schauplatz war der ehemalige "Schwesternturm" des Landesklinikums Amstetten. Dort wurde ein folgenschwerer Hochhausbrand simuliert. Die jungen Feuerwehrleute im Alter von zehn bis 15 Jahren mussten sich durch verrauchte Stockwerke kämpfen, vermisste Personen aufspüren und Verletzte in Sicherheit bringen.
Besonders beeindruckte dabei ein junger Feuerwehrmann: Christian Jauk (13) übernahm die Rolle des Einsatzleiters und bewies dabei erstaunliche Souveränität. Fast wie ein erfahrener Feuerwehrprofi koordinierte er die schwierige Übung.
Dafür gab es höchstes Lob von Abschnittsfeuerwehrkommandant Stefan Schaub und Jugendsachbearbeiter Franz Maierhofer. "Das Szenario war ein Brand in einem Hochhaus mit Menschenrettung. Ich gratuliere euch, ihr habt eines der schwierigsten Szenarien bravourös gemeistert", zeigte sich Schaub begeistert.
Die Übung verlangte den Jugendlichen einiges ab. Über mehrere Stockwerke mussten sie sich durch Rauch vorarbeiten. Verletzte Puppen wurden auf Tragen über die Stiegen nach unten gebracht. Geschminkte Statisten sorgten für besonders realistische Bedingungen. Auch der Hubsteiger der Feuerwehr Amstetten kam zum Einsatz.
Neben der Menschenrettung stand vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Jugendgruppen im Mittelpunkt. Außerdem konnten die Nachwuchs-Feuerwehrleute moderne Einsatzgeräte kennenlernen und den Umgang damit üben.
Schaub und Maierhofer bedankten sich bei der Feuerwehr Amstetten für die aufwendige Vorbereitung der Großübung. Nach dem anstrengenden Einsatz wartete auf die jungen Feuerwehrkräfte schließlich eine wohlverdiente Jause.