Weniger Papierkram, schnellere Behördenwege und künstliche Intelligenz, die lästige Aufgaben übernimmt: Niederösterreich will mit neuen digitalen Lösungen den Alltag für Bürger, Gemeinden und Unternehmen einfacher machen.
Beim "Hackathon für Niederösterreich" haben Mitarbeiter des Landes, der EVN, der FH St. Pölten und IT-Experten gemeinsam an sieben Projekten getüftelt. Die Ergebnisse wurden am Montagabend im Haus der Digitalisierung in Tulln präsentiert.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zeigte sich von den Ideen begeistert. Ihr Motto: "Entbürokratisieren, beschleunigen und ermöglichen." Für sie steht fest: Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. "Nicht digitalisieren, weil es technisch möglich ist, sondern dort digitalisieren, wo es den Menschen tatsächlich etwas bringt", betonte Mikl-Leitner in einer Aussendung.
Die sieben Projekte sollen zeigen, wie moderne Technik Behördenwege vereinfachen, Abläufe beschleunigen und den Menschen Zeit ersparen kann.
Besonders spannend: Gleich zwei Projekte setzen auf künstliche Intelligenz, die künftig sogar Telefonate und technische Berichte übernehmen könnte. Ein KI-Telefonassistent beantwortet bei FragEgon häufige Fragen automatisch. Bei komplizierten Anliegen übernimmt ein Mensch.
Die künstliche Intelligenz "Klara" führt durch ein Gespräch und erstellt daraus technische Berichte, etwa für Photovoltaikanlagen oder wasserrechtliche Verfahren.
Auch EVN-Vorstandsdirektorin Alexandra Wittmann zeigte sich beeindruckt: "Wir haben heute siebenmal den Mut gesehen, Aufgaben neu zu denken." Die Zusammenarbeit habe gezeigt, welches Potenzial in der Digitalisierung stecke. Nun sollen die Ideen nicht einfach in der Schublade verschwinden.
Die sieben Konzepte werden jetzt konkretisiert und weiterentwickelt. Ob Bürger dadurch tatsächlich schneller zu Bescheiden kommen oder weniger Zeit mit Behördenwegen verbringen müssen, wird sich bei der Umsetzung zeigen.