Für die Feuerwehren im Bezirk Amstetten gehören längst nicht nur Brände und Unfälle zum Einsatzalltag. Immer wieder brauchen auch Tiere dringend Hilfe.
Im vergangenen Jahr rückten die Feuerwehrkräfte insgesamt 76-mal zu Tierrettungen aus. Und die Fälle hätten unterschiedlicher kaum sein können, heißt es aus dem Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober. Rehe mussten aus Gewässern gezogen, Hühner und Hunde aus brennenden Häusern gerettet und Schlangen aus heimischen Gärten geborgen werden. Manchmal hatten es die Einsatzkräfte sogar mit ganzen Herden zu tun, die ausgebüxt waren und wieder eingefangen werden mussten.
Besonders heikel wird es, wenn schwere Rinder in Güllegruben einbrechen. Dann müssen die Feuerwehrleute teils unter schwerem Atemschutz und mit aufwändigem technischen Gerät vorgehen. Die Rettung ist sowohl für die Einsatzkräfte als auch für die oft verängstigten Tiere gefährlich.
Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, werden solche Einsätze mit Großtieren wie Rindern oder Schafherden regelmäßig geübt. Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber zieht deshalb eine positive Bilanz: Seine Kameraden würden bei schwierigen Einsätzen "sehr geschickt und oft mit großer Kreativität" vorgehen.
Der Aufwand zahlt sich aus: "Fast immer gab es im vergangenen Jahr bei den Tierrettungen ein Happy End", freut sich Katzengruber. Der Welttierschutztag wird jedes Jahr am 4. Oktober begangen. Das Datum erinnert an den heiligen Franz von Assisi, der als besonderer Freund der Tiere gilt.
Tierisch passend sind übrigens auch die Namen an der Spitze des Bezirksfeuerwehrkommandos: Dort werken Rudolf Katzengruber, sein Stellvertreter Josef Fuchsberger und Verwalter Flo(h)rian Kammerhuber.