Streit um Energiepreise

SPÖ fordert jetzt günstigeren Strom von EVN

Energiesprecherin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) kritisiert die Pläne der EVN: "EVN muss Energie günstiger machen statt Dividenden zu erhöhen."
Victoria Carina  Frühwirth
03.10.2026, 17:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Pläne der EVN sorgen für politischen Wirbel in Niederösterreich. SPÖ-Energiesprecherin Kerstin Suchan-Mayr kritisiert die langfristige Strategie des Energieversorgers und fordert niedrigere Strom- und Gaspreise für die Kunden.

Ausschüttungen an Aktionäre sollen steigen

Die EVN strebt für das Geschäftsjahr 2029/30 ein Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro an. Gleichzeitig soll die Dividende in den kommenden Jahren von mindestens 0,90 Euro auf zumindest 1,10 Euro je Aktie steigen. Angestrebt wird dabei eine Ausschüttungsquote von rund 40 Prozent.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Bevor man Dividenden-Fantasien für das Jahr 2030 präsentiert, muss alles daran gesetzt werden, die Kunden spürbar zu entlasten", sagt Suchan-Mayr. Strom und Gas seien für viele Haushalte weiterhin eine große finanzielle Belastung.

EVN plant teure Investitionen

Auch die Landespolitik nimmt die SPÖ-Abgeordnete ins Visier. Das Land Niederösterreich hält 51 Prozent der EVN und ist damit Mehrheitseigentümer. Suchan-Mayr sieht deshalb insbesondere ÖVP und FPÖ gefordert. Sie sollten ihren Einfluss nutzen, damit leistbare Energiepreise stärker im Mittelpunkt stehen.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Die EVN selbst argumentiert hingegen, dass wirtschaftliche Stabilität, gute Bonität und verlässliche Erträge für die Finanzierung ihrer hohen Investitionen notwendig seien. Bis 2030 plant der Konzern Investitionen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr, unter anderem in Netze, erneuerbare Energie, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur. Rund vier Fünftel davon sollen in Niederösterreich investiert werden.

Leistbare Energie ist entscheidend

Suchan-Mayr stellt Investitionen in Netze, erneuerbare Energie und Versorgungssicherheit nicht grundsätzlich infrage. Für sie müsse sich der Erfolg eines Landesenergieversorgers aber vor allem daran messen lassen, ob sich die Menschen Strom und Gas leisten können.

VF,03.10.2026, 17:00