Neuer Tarif ab sofort

Verbund erhöht Preise – das ändert sich für Neukunden

Verbund dreht beim Strompreis nach oben. Neukunden zahlen zunächst 10 statt 9,5 Cent netto pro kWh - später fällt die Erhöhung stärker aus.
Österreich Heute
27.09.2026, 22:00
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Für Neukunden wird Strom beim Verbund teurer, schuld ist der Krieg. Das teilstaatliche Energieunternehmen passt die Konditionen seines V-Strom-Österreich-Tarifs für Neuabschlüsse an.

Im ersten Vertragsjahr steigt der Arbeitspreis von bisher 9,5 auf 10 Cent netto pro Kilowattstunde. Inklusive Umsatzsteuer werden damit 12 Cent pro Kilowattstunde fällig. Deutlich stärker fällt die Erhöhung nach dem ersten Jahr aus.

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Ab dem zweiten Jahr 15 statt 12,5 Cent

Nach Ablauf des ersten Vertragsjahres steigt der Netto-Arbeitspreis künftig auf 15 Cent pro Kilowattstunde. Bisher waren es 12,5 Cent. Inklusive Umsatzsteuer entsprechen die neuen 15 Cent einem Preis von 18 Cent pro Kilowattstunde.

Der Preis von 10 Cent netto im ersten Jahr kommt durch einen Rabatt zustande: Der reguläre Arbeitspreis beträgt 15 Cent netto, davon werden im ersten Jahr 5 Cent abgezogen. Die Preisgarantie gilt bei einer Vertragsbindung von zwölf Monaten.

Zusätzlich fällt ein monatlicher Grundpreis von 4,20 Euro netto beziehungsweise 5,04 Euro inklusive Umsatzsteuer an. Dieser bleibt auch nach dem ersten Jahr unverändert.

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Verbund nennt Nahost-Konflikt als Grund

Verbund begründet die Preiserhöhung mit der Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten. Vor allem die geopolitische Lage und der Konflikt im Nahen Osten würden sich auf die Märkte auswirken und die Anpassung notwendig machen.

Der Österreich-Tarif war im Februar eingeführt worden und gilt seit 1. März. Verbund-Chef Michael Strugl hatte ihn zuvor im Jänner mit einem Strompreis von weniger als 10 Cent netto pro Kilowattstunde angekündigt.

Für Bestandskunden ändert sich nichts

Wichtig für bestehende Verbund-Kunden: Sie sind von der aktuellen Erhöhung nicht betroffen. Wer den V-Strom-Österreich-Tarif bereits abgeschlossen hat, behält seine vereinbarten Konditionen.

Die neuen Preise gelten für Kunden, die den Tarif bisher noch nicht in Anspruch genommen haben.

Strompreis ist nur ein Teil der Rechnung

Für Haushalte wichtig: Der eigentliche Energiepreis macht rund ein Drittel der gesamten Stromrechnung aus. Dieser Teil lässt sich durch die Wahl des Stromanbieters und Tarifvergleiche beeinflussen.

Der Rest der Rechnung setzt sich unter anderem aus Netzentgelten sowie Steuern und Abgaben zusammen. Diese Kosten können sich je nach Wohnort und Netzgebiet unterscheiden.

Vor der Energiekrise lagen Strompreise in Österreich während der Corona-Pandemie häufig bei 5 bis 7 Cent netto pro Kilowattstunde. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der folgenden Gaskrise stiegen sie zeitweise auf mehr als 30 Cent. Bei Neukunden wurden teilweise sogar mehr als 40 Cent verrechnet.

red,27.09.2026, 22:00