Sozialplan für Mitarbeiter

Ardo-Aus fix! So geht es jetzt für alle wirklich weiter

Das Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf wird geschlossen. Jetzt gibt es einen ersten Sozialplan für die Beschäftigten. 40.000 Menschen kämpfen um den Erhalt.
16.10.2026, 17:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Dieses Unternehmens-Schicksal bewegt das ganze Land. Der belgische Tiefkühlgemüsekonzern Ardo hält an der geplanten Schließung seines Werks in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) fest. Auch ein Hilfspaket von Bund und Land konnte das Unternehmen nicht umstimmen. Die Auswirkungen könnten wir alle bald in den Lebensmittel-Shops merken.

Vor allem aber leiden derzeit die betroffenen Mitarbeiter. Für sie gibt es jetzt zumindest erste Informationen, wie es in den kommenden Monaten weitergehen könnte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Am Donnerstag legte Ardo dem Betriebsrat erstmals einen Vorschlag für einen Sozialplan vor. Demnach geht das Unternehmen davon aus, dass die Mehrheit der Beschäftigten noch sechs bis neun Monate weiterarbeiten kann. Einige Mitarbeiter könnten sogar noch ein ganzes Jahr im Betrieb bleiben.

Nächste Entscheidung am 23. Oktober

Eine endgültige Einigung über den Sozialplan gibt es allerdings nicht. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Unternehmensführung und dem Betriebsrat ist für den 23. Oktober angesetzt.

Ardo fordert, "den konstruktiven sozialen Dialog fortzusetzen", um "rasch Klarheit für die Beschäftigten zu schaffen". Die Geschäftsführung betont zugleich, dass sie Verständnis für die Sorgen und die Unsicherheit der betroffenen Mitarbeiter habe. An der Entscheidung, das Werk zu schließen, ändere das aber nichts.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig! Mail an uns

Auch staatliche Hilfen könnten daran nichts ändern. Laut Unternehmen würden "staatliche Unterstützungen die strukturellen Probleme des Werks nicht lösen".

Ardo betont, dass vor der Entscheidung sämtliche Alternativen geprüft worden seien. Das Ergebnis: "Leider ist das Werk in Groß-Enzersdorf strukturell unrentabel geworden."

40.000 Menschen wollen das Werk retten

Während der Konzern an der Schließung festhält, wächst der Widerstand. Eine Onlinepetition für den Erhalt des Marchfelder Tiefkühlgemüses hatte am Donnerstag bereits rund 40.000 Unterschriften gesammelt.

Die Unterstützer nehmen vor allem die Bundesregierung in die Pflicht. Sie fordern Anreize, um die heimische Tiefkühlgemüseproduktion zu erhalten. Auch der Betriebsrat hat nach Bekanntwerden der Schließungspläne einen Solidaritätsaufruf gestartet.

Die Folgen des geplanten Aus gehen dabei weit über die Beschäftigten des Werks hinaus. Ardo beliefert unter anderem Iglo mit Tiefkühlgemüse. Auch die Landwirtschaft im Marchfeld bekommt die Entscheidung bereits zu spüren. Besonders beim Spinatanbau zeigen sich erste unmittelbare Auswirkungen.

Für die Mitarbeiter richtet sich der Blick nun auf den 23. Oktober. Dann soll weiter über den Sozialplan verhandelt werden.

red, 16.10.2026, 17:50
Weitere Storys